Lantershofener Junggesellen-Schützen: Kein Schütze unter 17 Jahren

Lantershofener Junggesellen-Schützen : Kein Schütze unter 17 Jahren

Die Altersgrenze von 17 Jahren stand bei den Junggesellen auf dem Prüfstand. Es wurde intensiv darüber diskutiert, ob man die Jungs nicht schon im Alter von 16 Jahren, wie bei vielen umliegenden Vereinen üblich, als vollwertige Mitglieder in die Gesellschaft aufnehmen könne.

Ein halbes Dutzend "Neue" weiß die Junggesellen-Schützen-Gesellschaft Sankt Lambertus Lantershofen seit der Nacht zum 1. Mai in ihren Reihen. Sie wurden in die Gesellschaft aufgenommen, weil sie zum Zeitpunkt der Generalversammlung das 17. Lebensjahr vollendet hatten. In der Lambertushütte galt es, einen halben Liter Bier auf ex zu trinken, um dann vom Hauptmann und Vorsitzenden Robin Grießel per Handschlag in den Verein integriert zu werden.

Aber gerade die Altersgrenze von 17 Jahren stand bei den Junggesellen auf dem Prüfstand. Es wurde intensiv darüber diskutiert, ob man die Jungs nicht schon im Alter von 16 Jahren, wie bei vielen umliegenden Vereinen üblich, als vollwertige Mitglieder in die Gesellschaft aufnehmen könne. Wer noch keine 17 Jahre alt ist, kann derzeit aktiv nur im vereinseigenen Tambourcorps mitwirken. So wird es auch in Zukunft sein. Für die angedachte Satzungsänderung sprach sich zwar eine Mehrheit der 55 anwesenden Mitglieder des Vereins aus, die notwendige Zweidrittelmehrheit wurde aber verpasst. Bei der Generalversammlung der Lantershofener Junggesellen, die traditionell am Vorabend des 1. Mai stattfindet, blickte Schriftführer Benedikt Queckenberg, der gleichzeitig auch amtierender Schützenkönig der Gesellschaft ist, auf ein überaus vielfältiges Vereinsjahr mit zahlreichen Aktivitäten zurück. Dabei stachen die vereinseigenen Veranstaltungen wie das Maubichfest, die Lambertuskirmes oder die gemeinsam mit den Musikfreunden ausgerichteten Karnevalsveranstaltungen heraus.

Kassierer Marco Böhm konnte eine ausgeglichene Jahresbilanz ziehen, obwohl die Junggesellen außerordentliche Aufgaben, wie die Mitfinanzierung einer Bühne im Dorfgemeinschaftshaus, zu stemmen hatten. Die Kassenprüfer Johannes Kappen und Patrick Palm bestätigten die ordnungsgemäße Buchführung, der Vorstand konnte entlastet werden. Bis auf den durch den jährlichen Königsschuss im September feststehenden Schützenkönig werden bei den Lantershofener Junggesellen-Schützen alle Vorstandsposten in jedem Jahr neu vergeben. Dabei wurden Hauptmann Robin Grießel, der 1. Offizier Stefan Dünker, der 2. Offizier Johannes Schütz, Schwenkfähnrich Markus Fabritius, Tambourmajor Lars Henscheid und Schriftführer Benedikt Queckenberg in ihren Ämtern bestätigt. Marco Böhm gab das Amt des Kassierers an Sven Krämer ab, dafür ist Böhm nun neuer Fähnrich der Tragfahne.

Neben den Vorstandsmitgliedern wurden Patrick Palm und Dominik Knieps zu Kassenprüfern gewählt, zu Fähnrichsbegleitern der Fahnen wählte die Versammlung Justin Waldecker, Sebastian Glees, Matthias Schopp und Clemens Queckenberg. Nach ausführlichen Diskussionen über Inhalte der Geschäftsordnung sowie den neuen Austragungsort der Generalversammlung entließ Hauptmann Robin Grießel die Junggesellen um 1.30 Uhr in eine für viele noch recht lange Mainacht.