Geburtstagskind hat 140 Mitglieder: Katholischer Akademikerverband feiert 90 Jahre CV-Zirkel Rhein-Ahr

Geburtstagskind hat 140 Mitglieder : Katholischer Akademikerverband feiert 90 Jahre CV-Zirkel Rhein-Ahr

Seinen 90. Geburtstag hat der CV-Zirkel Rhein-Ahr trotz des "Bruches" in seiner Geschichte gefeiert. Wie andere katholische Verbände ist der Zirkel 1933 von den Nationalsozialisten verboten worden.

Im Jahr 1952 hat er sich wiedergegründet. Zur großen Feier hat der Vorsitzende Gerhard Kreuter auch im Namen der Vorstandsmitglieder Rainer Müller und Michael Berbig eine große Schar von Festgästen zum Geburtstag des CV-Zirkel Rhein-Ahr im Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen begrüßt.

Dieser ist ein Verband deutscher, katholischer, nicht schlagender, farbentragender Studentenverbindungen. Der Cartellverband ist der Dachverband, in dem sich 126 Verbindungen nahezu aller Hochschulstandorte Deutschlands sowie Verbindungen aus Rom und Tokio zusammengeschlossen haben. Mit rund 6000 Studenten und rund 32 000 Mitgliedern ist der Cartellverband nach eigenen Angaben der größte interdisziplinäre Akademikerverband Europas.

Der CV-Zirkel Rhein-Ahr ist eine Vereinigung, in der sich nunmehr 140 Mitglieder des CV zusammengeschlossen haben. Sie alle wohnen jetzt im Kreis Ahrweiler. Auch Landrat Jürgen Pföhler als Ehrengast und Vertreter der studentischen Aktivitas der CV-Verbindung Ripuaria Bonn wurde von Kreuter begrüßt, der schlaglichtartig aus der Chronik des CV-Zirkels berichtete. Der erste Eintrag etwa sei ein Segenswunsch des damaligen Bischofs von Trier, Franz Rudolph Bornewasser, vom 12. Mai 1924. In der Folge war von einem blühenden Leben des Zirkels die Rede. Mitglieder seien unter anderem Führungspersonen im Kreis Ahrweiler aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche, Gesundheitswesen und anderen Gebieten gewesen.

Heute spiele der CV in ganz Deutschland in der Öffentlichkeit kaum noch eine Rolle, sagte Kreuter. Dabei seien die Prinzipien des katholischen Akademikerverband aktueller denn je: "Amicitia" als Lebensfreundschaft, "Religio", zu der sich die Mitglieder gerade in Krisenzeiten der Kirche deutlicher bekennen sollten, "Scientia", Wissenschaft, die umgesetzt werde durch eigene Vorträge und Mitwirkung bei öffentlichen Diskussionen, und "Patria", worunter auch die Überzeugung zum deutschen, freiheitlichen und sozialen Rechtsstaat und zugleich zur europäischen Integration falle. Den Festvortrag hielt Oberstaatsanwalt a. D. Egbert Bülles, Mitglied der CV-Verbindung Alania Bonn, über "(Organisierte) Kriminalität im Rheinland".

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