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Helikopter bringt Baumaterial ins Langfigtal

Brückenbau im Naturschutzgebiet : Helikopter fliegt Baumaterial ins Langfigtal nach Altenahr

Dienstagmorgen konnte der Helikopter mit der Arbeit beginnen. Sein Auftrag lautete: Transport der Baumaterialien von Mayschoß zum Bauplatz der neuen Fußgängerbrücke im Langfigtal.

Wanderfreunde können aufatmen. In puncto Brückenbau im Langfigtal tut sich was. Der Steg, der dort über die Ahr führte, war vom Hochwasser Anfang Juni 2016 weggerissen worden. Wenn auch ein Neubau längst beschlossene Sache im Altenahrer Gemeinderat war und die Finanzierung längst geklärt ist, stagnierte das Projekt über Monate. Grund waren wohl unterschiedliche Standpunkte in Zusammenhang mit dem Transport von Baumaterial zum Platz für den Brückenbau im Naturschutzgebiet. Nachdem das Problem gelöst ist, sollte der Hubschrauber am Montagmorgen endlich mit dem Transport der Materialien beginnen.

Da aber durchkreuzte Nebel die Planungen noch einmal. Der Transporthubschrauber der Firma Lastenflug, der aus Heidelberg erwartet wurde, konnte dort erst einmal nicht starten, und auch das Ahrtal lag in dichtem Dunst. Und so warteten die Beteiligten auf einen Lichtblick, um mit der Arbeit beginnen zu können. Montagnachmittag endlich erhielt der Heli in Heidelberg grünes Licht für den einstündigen Flug an die Ahr. Und Dienstagmorgen konnte er mit der Arbeit beginnen. Bis zum Abend ging dann alles über die Bühne.

Mitarbeiter des mit dem Brückenbau beauftragten Ingenieur­büros IBS aus Alflen in der Eifel waren schon am Montag angereist und richteten den Platz im Langfigtal für die Arbeiten her. Parallel dazu betreute Markus Fuchs, ebenfalls IBS-Mitarbeiter, den Platz „Hinter der Mühle“ in Mayschoß, auf dem Betonsäcke, Material für die Bewehrung der Fundamente und Material für die Schalung der Fundamente bereitlagen. Aufgabe des Hubschraubers war es, das Material im Fluge ans Seil zu nehmen und Stück für Stück, ebenfalls im Fluge, an der Baustelle im Langfigtal abzuladen.

Die Lagerung des Materials an der schwer zugänglichen Stelle hinter der Mühle an der Ahr in Mayschoß war erforderlich, weil der Hubschrauber mit Lasten nicht über bebautes Gebiet, über Bahnstrecken oder Bundesstraßen fliegen darf, erklärte Fuchs. Das war auch der Grund, warum der vom Altenahrer Rat ursprünglich vorgesehene Lagerplatz auf dem Seilbahnparkplatz nicht infrage kam.

Auf dem Seilbahnparkplatz in Altenahr könne der Hubschrauber aber landen und auftanken, berichtete der Altenahrer Bauamtsleiter Frank Radermacher. Die Transporte des Materials müssten dagegen ohne Zwischenlandung zwischen Mayschoß und dem Langfigtal erfolgen.

Darum waren nun am Dienstag vor allem Anlieger aus Laach von dem stundenlangen Hubschrauberlärm betroffen. Wenn die Arbeit gemacht ist und auch die derzeitigen Bauarbeiten abgeschlossen sind, kommt man im Langfigtal noch immer nicht über die Ahr. Der Termin für die Installation der in drei Teilen vorgefertigten Brücke mit einer Gesamtlänge von etwa 27 Metern könnte laut Fuchs Ende Februar erfolgen. Aber dafür stehen weitere Schwierigkeiten in Aussicht. Die langen Brückenteile können voraussichtlich nicht mit einem Transporter von der Bundesstraße in Laach durch die spitz ausgeführte Einmündung der Straße „Hinter der Mühle“ und durch den dortigen Tunnel manövriert werden, sagt Fuchs. Folglich werde der Hubschrauber diese Teile voraussichtlich auf dem Parkplatz am Jägerstübchen aufnehmen müssen.