Innovative Unternehmen: Wunderlich GmbH lässt sich in Grafschaft nieder

Innovative Unternehmen : Wunderlich GmbH lässt sich in Grafschaft nieder

Die Wunderlich GmbH mit 100 Mitarbeitern lässt sich im Grafschafter Innovationspark nieder und investiert dort mehr als sechs Millionen Euro. Im nächsten Jahr soll das neue Werk eröffnet werden.

„Wir starten in die Zukunft. Heute ist ein besonderer Tag.“ – Frank Hoffmann, Geschäftsführer der Wunderlich-Werke, blickte zufrieden drein. Im Ringener Innovationspark wurde nämlich der Grundstein zum Bau eines neuen Betriebes gelegt, der in der Region eine Einmaligkeit besitzt. Das weltweit führende Unternehmen für hochwertige Komponenten für BMW Motorräder lässt sich in der Grafschaft nieder. Auf 9000 Quadratmetern ist ein futuristisch anmutender, architektonisch interessanter neuer Firmensitz in der Entstehung. Mehr als sechs Millionen Euro werden investiert.

Bislang war die Wunderlich GmbH in Sinzig beheimatet. Aus den kleinsten Anfängen eines Mitte der 80er Jahre von Erich Wunderlich gegründeten Garagenbetriebes ist längst ein Global Player im Motorrad-Komponentenbau geworden. 60 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen, schon bald sollen es einhundert sein. Da man in Sinzig keine Expansionsmöglichkeiten sah, entschied man sich für einen neuen Standort: den Innovationspark in Ringen.

BMW in den Werksboden gelassen

„Unsere Innovationsfreudigkeit, Kreativität und die Freude an unbedingter Qualität soll in der neuen Unternehmenszentrale allgegenwärtig und sichtbar sein“, so Firmengründer Erich Wunderlich. Da lag es für die Geschäftsführung nahe, ein ganz besonderes „Konzept-Bike“ in den Grundsteinlegungsakt im wahrsten Sinne des Wortes „einzubauen“.

Die Wahl fiel auf den „Wunderlich Performance Scrambler“, eine Männer-Maschine auf Basis einer BMW R 1200 GS LC, die, nachdem man bei Wunderlich Hand angelegt hatte, mit ihrer Performance und ihrem Handling Maßstäbe setzt und – so Geschäftsführer Hoffmann – „deren Konzept die Eigenständigkeit und unbedingte Kreativität des Unternehmens bis heute beweist“. Per Kran wurde das schnittige Motorrad in die eigens im Werksboden geschaffene Grube gelassen. Eine Glasplatte wird künftigen Generationen einen freien Blick auf das zweirädrige Motor-Kunstwerk verschaffen.

Paradebeispiel für innovatives Unternehmen

„Wir sind Motorradverrückte“, meinte Hoffmann bei der etwas anderen „Grundsteinlegung“. Kreisbeigeordneter Friedhelm Münch, sonst eher Auto- und Fahrradfahrer, zeigte sich begeistert: „Sie sind ein Paradebeispiel für ein wirtschaftlich erfolgreiches und sehr innovatives Unternehmen“, bescheinigte er der Wunderlich GmbH. Ein herzliches Willkommen gab es von Grafschafts Bürgermeister Achim Juchem, der sich inzwischen über einen voll besetzten Innovationspark freuen kann. Mit Wunderlich ist nun ein weiterer wichtiger Gewerbesteuerzahler dazugekommen.

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