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Kommunalpolitik in Grafschaft: Richard Horn verlässt die Freie Wählergemeinschaft

Kommunalpolitik in Grafschaft : Richard Horn verlässt die Freie Wählergemeinschaft

Paukenschlag in der Grafschafter Kommunalpolitik: Richard Horn, Urgestein der Grafschafter Gemeindepolitik, hat die Freie Wählergemeinschaft, deren Vorsitzender er über Jahre war und über deren Liste er in den Gemeinderat eingezogen ist, verlassen.

Der 66-Jährige - auch auf FWG-Kreisebene aktive Kommunalpolitiker - wird sich der CDU-Fraktion anschließen. Nicht jedoch wolle er in die CDU eintreten, bestätigte er dem General-Anzeiger auf Anfrage. Seit 1976 engagiert sich Horn in der Ortspolitik.

Seit Monaten tobt hinter den Kulissen der FWG-Fraktion und des Grafschafter FWG-Vorstandes ein erbitterter Kampf um die Gestaltung der künftigen Ortspolitik. Insbesondere mit dem bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr zum Ringener Ortsvorsteher gewählten Lothar Barth, der zudem Vorsitzender der fünfköpfigen FWG-Fraktion im Rat ist, gab es heftige Auseinandersetzungen. Dies unter anderem wegen des geplanten Nahversorgungszentrums, das am Innovationspark gebaut werden soll. Barth ist strikt dagegen.

„Die Differenzen sind sehr groß. Ich habe eine andere Vorstellung von konstruktiver Kommunalpolitik“, sagte Horn dem GA. Mit Barth gebe es keine Gemeinsamkeiten mehr. „Mehrfach“, so Horn, „wurde eine rote Linie massiv überschritten. Es hat keinen Zweck, sich jeden Abend aufs Neue zu ärgern. Deshalb bin ich gegangen.“

Mit der FWG, der Horn seit 1993 angehörte, habe er jedoch nicht gebrochen: „Lediglich mit einigen der dort handelnden Personen“. In der Kommunalpolitik wolle der Grafschafter weiter tätig sein: „Ich möchte gerne auch in Zukunft aktiv sein und meine Erfahrungen einbringen“, sagte Horn, der seit 2016 nach 45-jähriger Tätigkeit in der Volksbank Rhein-Ahr-Eifel im Ruhestand ist. Ehrenamtlich ist Horn neben seinem kommunalpolitischen Engagement unter anderem als Schöffe tätig.

Grafschafts FWG-Vorsitzender Reinhold Hermann bedauerte Horns Schritt, bestätigte aber, dass es „unüberbrückbare Differenzen“ gegeben habe.