Brauchtum in der Grafschaft: Maikönigspaar regiert in Nierendorf

Brauchtum in der Grafschaft : Maikönigspaar regiert in Nierendorf

Der Junggesellenverein um Jens Moog bereitet sein 120-jähriges Bestehen vor. Am Freitag begann das Fest mit einer „Clubbeats“-Party.

Mit ihrem lautstarken Schlachtruf: „Nierendorfer Fröschelche“ brachten die 40 Mitglieder des Junggesellenvereins „Gemütlichkeit“ Nierendorf den Innenhof der Familie Moog zum Beben. Schließlich war die Schwester des Junggesellen-Präsidenten Jens Moog in diesem Jahr zur Maikönigin gekürt worden: Franziska Moog genoss zusammen mit Yannick Göbel als Maikönigspaar die Festlichkeiten des Junggesellenfestes. Der neue Maikönig Yannick (18) hatte in einem spannenden Wettstreit seine Maikönigin Franziska (23)in der Alten Schule traditionell als Mailehen ersteigert.

Der Auszubildende zum Mechatroniker für Kältetechnik und die Auszubildende zur Krankenschwester kennen sich zwar schon sehr lange, sind aber bislang noch kein Paar. Ob die zahlreich von den Junggesellen eingeforderten „Maibütze“ die Entscheidung in die richtige Richtung lenken, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls setzte sich ein ansehnlicher Festumzug vom Festzelt neben dem Feuerwehrgerätehaus aus in Bewegung und zog zu den Klängen des Tambourcorps Bengen zunächst zur Maikönigin, wo der traditionelle „Tanz unter der Junggesellenfahne“ sowie ein ausgiebiger Umtrunk auf dem Programm standen. Der Maikönig war an diesem Tag standesgemäß in einem roten Ford Mustang Cabrio 5.0 unterwegs. Dort stieg auch die Maikönigin ein und ließ sich gemütlich durch das Dorf kutschieren. Im Festzelt hatten derweil die Möhnen, die das ganze Wochenende über den Junggesellen hilfreich zur Seite standen, eine umfangreiche Kuchentheke aufgebaut, die zur Kaffeezeit ihre Liebhaber fand. Im Festzelt wurde das neue Maikönigspaar noch einmal offiziell vorgestellt und ausgiebig bejubelt. Am Nachmittag gab es die beliebten Junggesellen-Spiele wie Tauziehen und Nägelklopfen, bis das Junggesellenfest am Abend gemütlich ausklang.

Begonnen hatte das Festgeschehen allerdings schon am Freitagabend mit einer „Clubbeats“-Party mit dem Radio-DJ „Olde“ von Big FM, der gut 800 Gäste anlockte und wie schon im Vorjahr für einen unvergesslichen Abend sorgte. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden, doch schon am Abend stand dann die „Kölsche Partynacht“ mit den „Ahrtalenten“ auf dem Programm, bei der die Stimmung noch einmal aufkochte.

Im kommenden Jahr wollen die Nierendorfer Junggesellen größer feiern, denn dann besteht der Verein seit 120 Jahren. Dafür werde man den Termin des Junggesellenfestes auf Anfang April vorziehen, erklärte Präsident Jens Moog, und natürlich auch für einige Highlights sorgen.

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