Initiative „AW - stark!“: Kreis Ahrweiler macht Werbung für Wirtschaftsstandort

Initiative „AW - stark!“ : Kreis Ahrweiler macht Werbung für Wirtschaftsstandort

Mit der Werbeinitiative „AW - stark!“ wirbt der Kreis Ahrweiler für sich als Wirtschaftsstandort. Der Kreis zählt zu den attraktivsten Wirtschafts- und Unternehmensstandorten in Deutschland.

9000 überwiegend kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie, Handel, Handwerk, Tourismus und Dienstleistung, rund 1900 Auszubildende in mehr als 130 Berufen, eine Arbeitslosenquote, die mit 3,4 Prozent weit unter dem Bundes- und Landesdurchschnitt liegt, sowie eine minimale Jugendarbeitslosigkeit zeigen eindrucksvoll auf, dass der Kreis Ahrweiler mit seinen knapp 130 000 Einwohnern zu den attraktivsten Wirtschafts- und Unternehmensstandorten der gesamten Republik zählt.

"Das ist nicht vom Himmel gefallen", so Landrat Jürgen Pföhler. Sowohl der Kreis als auch die Kommunen hätten nicht zuletzt mit geringen Gewerbesteuer- und Grundsteuersätzen die Voraussetzungen für einen starken Kreis geschaffen, in dem gerne gelebt, gelernt und gearbeitet werde. Auf dem Erreichten wollen sich Kreiswirtschaftsförderung, Industrie- und Handelskammer sowie Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft nicht ausruhen.

„AW-stark!“

Im Gegenteil. Mit einer groß angelegten Offensive "AW-stark!" ergreift man eine Standortinitiative, um für die Ansiedlung weiterer Fachkräfte und Unternehmen, aber auch für die besondere Lebensqualität der Region zu werben, wie es der Vizepräsident der IHK, Alexander Kohnen, formulierte. Im Bad Neuenahrer Dorint-Hotel wurde nun der Startschuss für eine neue Internetseite gegeben, in der Angebote und Nachfragen zusammenlaufen werden. Unternehmen können sich präsentieren, Infrastruktur, Städte und Gemeinden, das jeweils vorhandene Bildungsangebot von der Kita bis zur Hochschule, Freizeitangebote oder auch die Möglichkeiten der ärztlichen Versorgung und der Busverbindungen werden vorgestellt.

Die neue Internetseite wird übrigens in mehreren Sprachen abgefasst, da sich der Fachkräftemarkt längst nicht mehr nur auf die eigene Region erstreckt. Dabei will man es nicht belassen: Vielmehr sind Informationsveranstaltungen auf Messen in Vorbereitung, eine noch engere Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit wird angestrebt, mit Bildungsträgern soll kooperiert werden, die regionalen Stellenmärkte sollen angebunden werden. Zudem ist die Gründung eines regionalen Unternehmernetzwerkes geplant. Das Ziel: Der Bekanntheitsgrad des Kreises Ahrweiler gerade in Bezug auf seine Wirtschaftskraft soll deutlich gesteigert werden. Im Wettbewerb der Regionen mahnte IHK-Vizepräsident Kohnen hierbei ein "dauerhaftes Engagement" der am Wirtschaftsleben Beteiligten an.

Foto: Gausmann

„Ausbildungstag im Kreis Ahrweiler“

Schon jetzt gibt es in Deutschland 58 000 nicht besetzte Lehrstellen. Zum Vergleich: Vor einem Jahrzehnt waren es noch rund 17 000. Besonders bedrohlich sind die jüngsten Steigerungsraten: Von 2017 zu 2018 schoss die Zahl der freien Lehrstellen um fast 18 Prozent nach oben. Das betonte auch Landrat Jürgen Pföhler: "Es ist daher erforderlich, dass wir dem Fachkräftemangel entschieden begegnen. Und das tun wir im Kreis Ahrweiler mit einem Bündel an Maßnahmen." Er verwies unter anderem auf den alljährlichen "Ausbildungstag im Kreis Ahrweiler", bei dem Unternehmen und Azubis zueinandergeführt werden. Lobende Worte fand er für das neue Internetportal: "Fachkräfte können sich unverbindlich über alle entscheidungserheblichen Faktoren informieren, wenn es um die Findung des richtigen Arbeitgebers und auch des künftigen Wohnsitzes geht. Das mühsame Zusammensuchen dieser Informationen auf unzähligen Plattformen hat damit ein Ende."

Informationsbroschüren und ein Imagefilm sollen die Region, "in der die Goldbären geboren werden" (Haribo Grafschaft) und "in der Autos fahren lernen" (Nürburgring), noch bekannter und für Auswärtige interessanter machen. "Der Kreis Ahrweiler ist nicht nur eine etablierte Tourismusdestination, sondern auch ein erstklassiger Wirtschaftsstandort mit besten Anbindungen an internationale Flughäfen und Metropolen", fasste Alexander Kohnen zusammen. Nur wisse das bislang nicht jeder. Das soll sich ändern.

Die neue Internetplattform ist zu finden unter www.aw-stark.de.

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