Gesundheits-Management: Kostenlose Massage für Grafschafter Rathausmitarbeiter

Gesundheits-Management : Kostenlose Massage für Grafschafter Rathausmitarbeiter

Die Gemeindeverwaltung der Grafschaft bietet ihren Mitarbeitern kostenlose Massagen an. Die jährlichen Kosten liegen bei rund 6000 Euro.

„Die Ruhe der Seele ist ein herrliches Ding und die Freude an sich selbst“, wusste bereits Goethe zu berichten. In der Grafschafter Gemeindeverwaltung weiß man das auch und fördert entsprechend die Freude der Rathausmitarbeiter. Der Belegschaft werden seit vergangenem Herbst kostenlose entspannende Massagen angeboten. Außerdem wird regelmäßig zum Obsttag geladen.

Einmal in der Woche kommt der Obstmann ins Rathaus und präsentiert verschiedene Vitaminbomben – die Beamten und Angestellten dürfen dann zugreifen und herzhaft zubeißen. „Die Resonanz zu diesem Obsttag ist sehr positiv“, teilte Bürgermeister Achim Juchem dem Haupt- und Finanzausschuss mit. Die Nachfrage durch die Mitarbeiter sei ständig gegeben.

Für die Bereitstellung von Obst in den fünf Kindertagesstätten, im Bauhof und in der Verwaltung entstehen jährliche Gesamtkosten in Höhe von geschätzt etwa 4000 Euro. So gestärkt kann es dann zur Massage gehen: 84 der 220 Mitarbeiter nehmen die angebotenen Massagen in Anspruch. Das lag im Bereich des geschätzten Bedarfs, erklärte der Bürgermeister.

Frei nach der chinesischen Weisheit: „Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du im öffentlichen Dienst herumgehastet bist.“

Für die den Mitarbeitern gegönnten Entspannungsphasen wurde mit drei Masseuren aus dem Bereich der Grafschaft die Vereinbarung getroffen, dass die Belegschaftsmitglieder des Rathauses nach Vorlage eines Berechtigungsscheines drei Massagen in Anspruch nehmen können.

Die Abrechnung der entstandenen Kosten erfolgte danach unmittelbar mit der Verwaltung. Juchem: „Die Resonanz ist auch hier als sehr positiv zu beschreiben. Und es besteht eine große Nachfrage zur Wiederholung dieser Maßnahme.“

Die Kosten pro Massage lagen durchschnittlich bei 20 Euro pro Massagebank-Besuch. Ausgehend von 100 Mitarbeitern, die das Angebot annehmen, entstehen jährliche Gesamtkosten von 6000 Euro.

Aus Sicht der Grafschafter Verwaltung sollte das Angebot des wöchentlichen Obsttages sowie der Massagen „wegen der guten Erfahrungen“ aufrechterhalten bleiben. Eine weitere Überlegung: „Als zusätzliche Möglichkeit der Förderung der Mitarbeiter im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, aber auch für eine umweltfreundliche Mobilität, ist es möglich, den Mitarbeitern des Rathauses Dienstfahrräder zur privaten Nutzung zur Verfügung zu stellen.“