MK Technology Grafschaft: GSG 9-Chef erinnert an Mogadischu

MK Technology Grafschaft : GSG 9-Chef erinnert an Mogadischu

Der General a.D. schwebte mit dem Hubschrauber ein: Ulrich Wegener, einst Kommandant der legendären GSG 9 und "Held von Mogadischu", war am Freitag als Zeitzeuge zu Gast bei der Gelsdorfer Firma MK Technology, die Mitarbeitern und Freunden "hin und wieder", so Firmenchef Michael Kügelgen, etwas Besonderes bietet.

Diesmal also ging es um eine Zeitreise in den "blutigen deutschen Herbst" des Jahres 1977. Film und Vortrag riefen bei Zuschauern und Zuhörern Erinnerungen an eine der wohl dramatischsten Phasen der deutschen Nachkriegszeit hervor.

"Die Arbeit ist erledigt", sagte Staatsminister Hans-Jürgen Wischnewski, nachdem 36 Männer der 1972 nach dem Debakel der Olympischen Spiele in München gegründeten GSG 9 die entführte Lufthansa-Maschine "Landshut" gestürmt und 92 von vier Terroristen bedrohte Geiseln spektakulär befreit hatten. Drei Terroristen starben im Kugelhagel der deutschen Eliteeinheit, eine Terroristin wurde schwer verletzt.

Die Reaktion in Deutschland waren die Selbstmorde der in Stuttgart-Stammheim einsitzenden führenden RAF-Mitglieder, aber auch der Mord an Arbeitgeberpräsident Hans Martin Schleyer nach sechswöchiger Geiselhaft. Wegener ergänzte mit seinen Schilderungen einen den MK Technology-Gästen gezeigten Dokumentarfilm und erinnerte an die Gründung der GSG 9 fünf Jahre zuvor, als die deutsche Polizei nach dem Terroranschlag auf das Olympische Dorf in die Schusslinie geriet.

Die Gelsdorfer Unternehmung, 1997 gegründet, beschäftigt sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Spezialanlagen für den Kunststoff- und Metallfeinguss.

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