Baumfällungen in Nierendorf: Grafschafter CDU widerspricht den Grünen

Baumfällungen in Nierendorf : Grafschafter CDU widerspricht den Grünen

Den im GA getätigten Aussagen des Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Grafschafter Rat, Mathias Heeb, zu den geplanten Fällungen von Bäumen in Nierendorf widerspricht der CDU-Fraktionschef Thomas Schaaf energisch: "Heeb geht an dem eigentlichen Problem vorbei und unterschlägt die wesentlichen Grundlagen, die zu einer sachgerechten Entscheidung des Gemeinderates über einen möglichen Ersatz der teils übergroßen Bäume führen sollen."

Heeb wehrt sich vehement gegen die vorgesehene Abholzaktion, die nun bereits seit Jahren die Nierendorfer beschäftigt. Nach langem hin und her soll der Gemeinderat nun am morgigen Donnerstag eine endgültige Entscheidung treffen.

Es müsse beachtet werden, dass seit beinahe acht Jahren bei den Anliegern dreier Nierendorfer Straßen "sehr mehrheitlich" der Wunsch bestünde, die für diesen relativ schmalen Straßenausbau zu groß gewachsenen Bäume zu beseitigen, erklärte Schaaf. Unbestritten sei, dass damals beim Straßenausbau die "falschen Baumsorten" wie großwüchsige Platanen und Akazien gepflanzt worden seien.

Schaaf: "Aus heutiger Sicht wäre das ein baulicher Fehler gewesen, der aufgrund der ungeeigneten Baumauswahl durch den mittlerweile zu groß gewordenen Baumbestand zu den heutigen Problemen führte. Hierzu gehörten zum Beispiel der unkontrollierte Wurzelwuchs in zu kleinen Pflanzbeeten, der teils bereits im Straßenraum und auch in Anliegergrundstücken Schäden verursacht hat."

Bei einem Weiterwuchs der schon zu großen Bäume vergrößerten sich diese Schäden. Auch extremer Laubfall mit seinen Beseitigungsproblemen im Herbst, erhebliche Belichtungsprobleme und verhinderter Satellitenempfang bei manchen Häusern machten den Anwohnern zu schaffen. Auch ginge von den Bäumen beispielsweise bei Stürmen Gefahr aus.

"All diese Probleme, die letztlich auch ein Dauer-Problem des gemeindlichen Bauhofes sind, sollten unvoreingenommen in die Entscheidung der Gremien über eine Neupflanzung mit geeigneteren Baumarten einbezogen werden. Leider unterschlägt Mathias Heeb diese Fakten", so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Zu den Vorwürfen, Schaaf hätte einen Radikalschnitt befürwortet, "weil die Bäume im Sommer Schatten werfen würden", erklärte Schaaf: "Das ist Unsinn."

Nachdem die Ausschüsse der Gemeinde bei den Abstimmungen zu unterschiedlichen Voten gekommen waren, muss nun der Gemeinderat eine endgültige Entscheidung treffen. "Heeb sollte den Mehrheitswillen der betroffener Anlieger zur Kenntnis nehmen und die Welt nicht nur durch ideologische Filter betrachten", meinte Schaaf abschließend.