Katastrophenschutz: Grafschaft baut weiter gegen Hochwasser vor

Katastrophenschutz : Grafschaft baut weiter gegen Hochwasser vor

Der Hochwasserschutz zwischen Gelsdorf und Nierendorf, Eckendorf und Bengen genießt einen hohen Stellenwert. Erste Maßnahmen für fünf Millionen Euro wurden beschlossen.

In der vergangenen Bauausschusssitzung der Grafschaft bildete der Hochwasserschutz einen besonderen Schwerpunkt. „Mit der Anerkennung der Planungen der ersten Maßnahmen zur Verbesserung der Gefahrenabwehr in der unteren Grafschaft werden bedeutende Projekte ein gutes Stück weiter vorangetrieben“, meint die Freie Wählergemeinschaft (FWG). Hinter diesen Maßnahmen steckt ein finanzieller Aufwand von mehr als fünf Millionen Euro. Gelder, die aus Sicht der FWG gute Investitionen in die Zukunft darstellen und ganz besonders auch den in der Vergangenheit so gebeutelten Ort Nierendorf sicherer machen würden.

Allein das im Zuge der L79 geplante neue Damm-/Brückenbauwerk werde die bisherigen Rückhaltekapazitäten des Nierendorfer Beckens verdoppeln. Davon würden auch die unterhalb von Nierendorf angesiedelten Ortschaften bis hin zur Ahrmündung profitieren, so die FWG.

„Auch wenn das Hochwasserschutzkonzept noch nicht abgeschlossen ist, so sind vor allem die Initiativen, die bisher von der Verwaltung ergriffen wurden, sehr beachtenswert“, erklärte FWG-Fraktionsvorsitzender Lothar Barth. Ein Blick über das Gemeindegebiet hinaus zeige, dass man in der Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, der Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe, den Abstimmungen mit anderen Beteiligten bis auf Landesebene bei den Arbeiten zur Erstellung eines Hochwasserschutzkonzeptes weit vorne liege.

Es komme darauf an, „am Ball zu bleiben und alle gefährdeten Bereiche im Blick zu halten“. Auch an Bachläufen – wie zum Beispiel dem Ringener Bach – müssten Retentionsflächen geschaffen werden, damit das aus dem Innovationspark und dem neuen Baugebiet Kreuzerfeld II in das Regenrückhaltebecken Bengen einfließende Wasser verlangsamt ankomme.

„Wir sehen in der kontinuierlichen Pflege der Entwässerungsgräben durchaus weiteres Potenzial und regen den Blick über die Landesgrenze nach Meckenheim an“, so FWG-Vertreter Peter Schmidt, der sich die Vorgehensweise der Pflege der Gräben in der Nachbarkommune angeschaut hatte. Hoffnungen setze die FWG auch auf die Gespräche mit der Landwirtschaft. „Verhindern kann man Naturereignisse nicht, aber mögliche Auswirkungen im Rahmen der Möglichkeiten steuern“, erklärte die FWG.