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Suche nach Standort: Gefährliche Situationen am provisorischen Busbahnhof in Ringen

Suche nach Standort : Gefährliche Situationen am provisorischen Busbahnhof in Ringen

Der Grafschafter Bauausschuss und Bürgermeister Achim Juchem favorisieren eine Verlegung des provisorischen Busbahnhofs von Ringen in den Innovationspark. Am derzeitigen Provisorium komme es zu hochgefährlichen Verkehrssituationen.

Die Situation rund um den provisorischen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Ringen macht den Mitgliedern des Grafschafter Bau-, Planung- und Dorfentwicklungsausschusses große Sorgen. „Schon bei der Entscheidung für diesen Standort hatten wir alle Bauchschmerzen – und das zu Recht, wie wir mittlerweile wissen“, begründete Sozialdemokrat Udo Klein den Antrag seiner Fraktion, den ZOB so schnell wie möglich an eine andere Stelle zu verlegen. Einstimmig entschied sich das Gremium jetzt dafür, eine Verlegung des Standortes zu forcieren – am liebsten weit weg vom Ringener Ortskern in den Innovationspark Rheinland. Wenn das nicht gehe, soll der Parkplatz des Bürgerhauses für rund 100.000 Euro entsprechend umgestaltet werden.

Auf jeden Fall könne die Situation nicht so bleiben, wie sie jetzt ist, „denn das ist hochgefährlich“, so Klein weiter. Deshalb beantrage die SPD, die drei Haltestellen vor der Sporthalle, vor der Grundschule und vor dem Kindergarten auf den Parkplatz des Bürgerhauses zu verlegen. Die Haltestelle vor der Grundschule soll dann nur noch durch den Schulbusverkehr angefahren werden, wie es vor der Neuregelung der Fall war. Schließlich soll die Zu- und Abfahrt des Linienbusverkehrs künftig über die Rheinbacher Straße am Ortsausgang Bölingen erfolgen und nicht mehr an Kindergarten und Schule vorbeiführen. „Damit würde dieser Bereich vom Linienverkehr komplett entlastet.“

Sicherheit der Kinder

Roland Schaaf (CDU) betonte: „Es geht um die Sicherheit der Kinder. Die liegt uns allen am Herzen.“ Allerdings sei guter Rat teuer, wohin man stattdessen gehen solle. Deshalb plädierte er für eine gestaffelte Vorgehensweise. Zunächst soll noch einmal mit Nachdruck versucht werden, den eigentlich favorisierten Standort im Innovationspark Rheinland doch noch genehmigt zu bekommen. Nur wenn das nicht funktioniere, solle der SPD-Plan umgesetzt und der provisorische ZOB auf den Bürgerhaus-Parkplatz verlegt werden.

Auch die Gemeindeverwaltung befürworte einen anderen Standort für den provisorischen ZOB, bis eine endgültige Lösung gefunden sei, erklärte Bürgermeister Achim Juchem (CDU). Optimal wäre für ihn der Parkplatz im Innovationspark, denn dort müsse kaum etwas baulich verändert werden, und der Linienbusverkehr verschwinde komplett aus der Ortslage von Ringen. Allerdings lehne der VRM bislang diesen Standort ab, weil er mit längeren Fahrzeiten verbunden sei, die angeblich den Fahrplan sprengen würden. Dennoch werde man noch einmal versucht, angesichts der derzeit unbefriedigenden Situation eine Verlegung dorthin noch einmal zu forcieren.

Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 27. September hätte man gern Klarheit in dieser Frage, um zügig weiter planen zu können. Sollte es grünes Licht für den Standort im Innovationspark geben, will man die Verlegung schnellstmöglich über die Bühne bringen. Wenn das allerdings nicht funktioniert, strebe man eine baldige Verlegung auf den Parkplatz des Bürgerhauses an, was allerdings einige Monate dauern könne. Dort müssten dann nämlich einige Umbaumaßnahmen geschehen für geschätzte 100.000 Euro. Ein Teil des Verkehrsübungsplatzes und des Bürgerhaus-Parkplatzes würden dadurch wegfallen, möglicherweise könne das Bürgerhaus dann nicht mehr im bisherigen Umfang genutzt werden. Deshalb soll auch der Ortsbeirat noch einmal mit dem Thema befasst werden, bevor eine endgültige Entscheidung falle.