Gemeinde Grafschaft: FWG will eine bessere Auslastung der Dorfgemeinschaftshäuser

Gemeinde Grafschaft : FWG will eine bessere Auslastung der Dorfgemeinschaftshäuser

Die FWG der Gemeinde Grafschaft sieht nach eigenem Bekunden sehr wohl den Nutzen der wegen ihrer hohen Kosten ins Gerede gekommenen Dorfgemeinschaftshäuser auf der Grafschaft. Allerdings gelte es, Einnahmen und Ausgaben in einen erträglichen Einklang zu bringen.

"Wir sehen, dass die Gemeinde mit den Einnahmen von einer Deckung der Betriebskosten weit entfernt ist", schrieb die Freie Wählergemeinschaft in einer Pressemitteilung. Es sei erforderlich, die derzeit große Deckungslücke zu verkleinern. "Von einer vollständigen Kostendeckung oder gar einer Gewinnerzielungsabsicht war zu keiner Zeit die Rede", stellte die FWG hierbei klar. Um die Belastung für den Gemeindesäckel zu verringern, sei es legitim, zu prüfen, ob die Einnahmeseite verbessert werden könne.

"Jeder vereinnahmte Euro schafft in den Gemeindefinanzen Spielräume zur Verwirklichung anderer wichtiger Ziele, sei es die Verbesserung der Ausstattungen für Kindergärten und Schulen, sei es für die Unterstützung von Seniorenprojekten oder die Reparatur löchriger Straßen und Wege", schrieb die FWG.

"Warum nicht den Versuch starten, aus den 326 entgeltlichen Nutzungstagen mehr Tage zu machen und eventuell mit Lesungen örtlicher Buchhändler attraktive ergänzende kulturelle Angebote schaffen?", fragte die Wählergemeinschaft. Auch könne geprüft werden, ob nicht ansässigen Unternehmen die Möglichkeit geboten werden soll, beispielsweise ihre Weihnachtsfeiern oder Firmenpräsentationen in den Gemeinschaftshäusern abzuhalten. So könnten zusätzliche Einnahmen für die Gemeinde erzielt werden.

Eine Senkung der Vermietungskosten für die nicht gewerbliche Nutzung durch Grafschafter Bürger könne die Auslastung zusätzlich erhöhen, glaubt die FWG, die ihren Zweifel daran hat, dass es derzeit viele Interessierte gibt, die bereits seien, 270 Euro und mehr für eine Nutzung des Ringener Bürgerhauses zu bezahlen.

Beim Ankauf des Winzersaales in Lantershofen durch die Gemeinde habe man einen verantwortungsvolleren Umgang mit Steuermitteln erwartet. Die FWG: "Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass es zunächst eine wirkliche Bedarfsprüfung geben wird."

Überhaupt nicht in Erwägung gezogen sei offenkundig, dass ein dort untergebrachtes Dorfgemeinschaftshaus auch von den Bürgern aus Karweiler mitgenutzt werden könnte. Auch seien denkbare Synergieeffekte, die sich mit einem Ausbau des Sportheims am Sportplatz Lantershofen erzielen ließen, nicht ausgelotet.

Der Kauf der Gaststätte Winzersaal ziehe eine umfassende Sanierung des Gesamtkomplexes nach sich, der sich mindestens im Finanzrahmen der Neubauten in Ringen oder Leimersdorf bewegen werde", befürchten die Freien Wähler. Rechne man dann die Sanierungskosten für das Sportheim hinzu, sei man "schnell in ungeahnten Kostenhöhen".

Saniert sei mit diesem Vorhaben "letztendlich nur die Winzergenossenschaft, die es mit der Beharrlichkeit der dort handelnden Akteure verstanden hat, drohende Verluste zu solidarisieren".