Kindertagesstätte Sankt Walburga feiert 40-jähriges Bestehen: Ein tänzerisches Potpourri aus vier Jahrzehnten

Kindertagesstätte Sankt Walburga feiert 40-jähriges Bestehen : Ein tänzerisches Potpourri aus vier Jahrzehnten

Pünktlich zur Feier des 40-jährigen Bestehens der Kindertagesstätte Sankt Walburga in Gelsdorf schloss der Himmel seine Schleusen, und das Fest konnte wie geplant im Freien auf dem Gelände des Kindergartens stattfinden. Dort hatten zunächst die Kinder ihren Auftritt mit einem Begrüßungslied, bei dem am Ende alle Gäste einander zuwinkten. Später folgte noch ein tänzerisches Potpourri aus Hits der vergangenen 40 Jahre.

Leiterin Renata Kemnitzer wies bei ihrem Rückblick darauf hin, dass schon seit mehr als 100 Jahren eine Art Kindergarten im Dorf existiere, denn 1886 habe ein Gelsdorfer Bürger ein Gebäude für eine Kinderverwahranstalt mit Hauswirtschaftsschule zur Verfügung gestellt. Die Betreuung der Kinder wurde damals von Nonnen übernommen. Der jetzige Kindergarten sei allerdings erst 1975 eröffnet worden und 33 Jahre lang in kirchlicher Trägerschaft geblieben. 2008 ging er dann in die Trägerschaft der katholischen Kita gGmbH in Koblenz über, bevor Anfang dieses Jahres die Gemeinde Grafschaft den Kindergarten übernahm.

Die Bedürfnisse der Kinder hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert, resümierte Kemnitzer. Deshalb seien auch andere Strukturen in einer Kita nötig, die mittlerweile Kinder teilweise ganztags betreuen müsse. Unter anderem nähmen in Gelsdorf 75 von 85 Kindern das tägliche Mittagessen im Kindergarten ein.

Deshalb werde derzeit eine große Mensa zwischen Grundschule und Kindergarten gebaut. "Hier findet tagtäglich Erziehung und Bildung statt mit einem nachhaltigen und ganzheitlichen Konzept", versicherte die Chefin. Dabei müsse der Kindergarten allerdings immer mehr Probleme aus dem häuslichen Umfeld der Kinder auffangen. Doch eines sei in all den Jahren gleich geblieben: "Das Lachen der Kinder und ihre leuchtenden Augen, wenn sie etwas Neues gelernt haben; die Leichtigkeit, sich für etwas zu begeistern und die Unbeschwertheit im Umgang miteinander."

Kreisbeigeordneter Fritz Langenhorst überbrachte die Glückwünsche von Landrat Jürgen Pföhler und stellte ebenfalls fest, dass angesichts eines Wertewandels in der Gesellschaft und veränderter pädagogischer Konzepte auch strukturelle Änderungen im Kindergartenbereich notwendig gewesen seien. "Kinder sind unsere Zukunft", stellte er fest und forderte, allen Investitionen in diesem Bereich eine hohe Priorität zu geben. Das sehe auch der Kreis so, der für den Mensa-Anbau des Kindergartens 350 000 Euro zur Verfügung stelle und eine weitere Million Euro für alle anderen Kitas auf der Grafschaft.

Bürgermeister Achim Juchem wusste: "An Tagen wie diesen sollen die Kinder ihren Spaß haben und die Erwachsenen ihre Reden kurz halten." Er hielt sich daran und dankte allen Erzieherinnen, die großartige Arbeit in dieser Einrichtung geleistet hätten. Aber auch den Eltern, die stets da gewesen seien, wenn man sie gebraucht habe, sowie dem Förderverein für seine unschätzbare Unterstützung. Die Kindergartenkinder freuten sich indes über eine Riesenpackung Gummibärchen zum runden Geburtstag.

Am Nachmittag präsentierte das Figurentheater Köln ein Theaterstück mit dem Titel "Der Grüffelo". Mit schönen Bühnenbildern, Musik, Gesang und den Helden der Geschichte als Hand- und Stabfiguren wurden die Kinder in die interessante und spannende Geschichte förmlich hineingezogen. Anschließend sang Sänger Uwe Reetz Kinderlieder mit den Kleinen, und auch ein Zauberer kam zu Besuch.

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