Ortsbeirat in Leimersdorf: Ein Neuanfang mit Christoph Weber

Ortsbeirat in Leimersdorf : Ein Neuanfang mit Christoph Weber

Die CDU stellt ihren Kandidaten für das Amt des Ortsvorstehers in Leimersdorf auf und nominiert die Beiratsmitglieder. Geht es nach der Grafschafter CDU, dann soll Christoph Weber neuer Ortsvorsteher von Leimersdorf werden.

Die Christdemokraten des kleinen Ortes, der wegen der Absicht des dortigen Tongrubenbetreibers, aus dem ausgebeuteten Areal eine Mülldeponie zu machen, erheblichen Turbulenzen ausgesetzt ist, nominierte den 32-jährigen Polizisten und zweifachen Familienvater zum Kandidaten für das Amt, das nach dem Rücktritt des bisherigen Ortsvorstehers vakant geworden ist.

Nicht nur der Ortsvorsteher nebst seinem Vertreter (beide SPD) hatten ihre Posten hingeschmissen, vielmehr hatten auch alle Ortsbeiräte bis auf den CDU-Vertreter im Zuge einer heftigen Auseinandersetzung mit der Grafschafter Gemeindeverwaltung erklärt, für eine weitere Arbeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen: Mit großer Geste legten sie ihre Ämter nieder. Seither ist der Ort führungslos. Im September soll nun neu gewählt werden. „Wir wollen einen Neuanfang“, unterstrich der Vorsitzende der Grafschafter CDU, Michael Schneider.

Seine Partei hatte in den vergangenen Tagen eine kleine Broschüre („Klartext“) an alle Haushalte verteilt, in der nicht nur die Position der CDU zu einer etwaigen Mülldeponie in Leimersdorf, sondern auch die irritierende jüngere Ortsgeschichte mit „unnötigen und unverständlichen Aktionen“ aufgearbeitet worden war (der GA berichtete). Schneider stellte klar, dass ideologisch geprägte Parteipolitik fehl am Platz sei: Es gehe um den Ort und dessen Zukunft.

Der Fraktionsvorsitzende im Grafschafter Gemeinderat, Klaus Huse, ergänzte: „Wir arbeiten hier für den Bürger. Wir wollen Ruhe in den Ort bringen.“ Das soll nun mit Christoph Weber an der Spitze gelingen. Für den Ortsbeirat werden neben Weber Günther Armbruster, Maik Hintze, Rainer Horres, Melanie Corzelius, Harald Bell, Florian Watzig, Volker und Rebecca Tombeux sowie Maria Armbruster kandidieren.

Die Wahl findet am 24. September zusammen mit der Bundestagswahl statt. Das neue Gremium wird dann bis zur Kommunalwahl im Juni 2019 im Amt sein.

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