96.000 Euro teure Neuanschaffung: Eckendorfer Feuerwehr erhält neues Löschfahrzeug

96.000 Euro teure Neuanschaffung : Eckendorfer Feuerwehr erhält neues Löschfahrzeug

Bislang hatte die Eckendorfer Feuerwehr immer nur ausrangierte Fahrzeuge übernommen. Nun endlich erhielt die Löschgruppe ein nagelneues Tragkraftspritzenfahrzeug mit eingebautem 750-Liter-Wassertank für 96.000 Euro.

Die Freiwillige Feuerwehr in Eckendorf ist auf dem Vormarsch. Die Mannschaftsstärke ist angewachsen, ein neues Feuerwehrhaus samt Übungsgelände für alle Grafschafter Wehren ist in Planung. Jetzt gab es ein neues Fahrzeug. Am Mittwoch war offizielle Übergabe und Einsegnung.

Grund genug, die Bevölkerung einzuladen und zwei „Tage der Einheit“ zu begehen. Ein neues Fahrzeug ist ein Novum in dem Grafschafter Ort, wie Löschgruppenführer Johannes Jung betonte. Bislang hatte die Wehr immer nur ausrangierte Fahrzeuge aus anderen Ortsteilen erhalten. Zuletzt war das ein alter VW Transporter, ein baugleiches Fahrzeug stand als Ersatzteillager daneben.

Brandschutzvorführung mit dem alten und dem neuen Fahrzeug

Jetzt ist die Wehr modern ausgerüstet, erhielt ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit eingebautem 750-Liter-Wassertank (TSF-W) für einen ersten Schnellangriff im Ernstfall.

Der stellvertretende Grafschafter Wehrleiter Dieter Hilberath stellte das Auto vor: der kompakte Iveco Daily kann sechs Wehrleute aufnehmen, hat unter anderem zwei Atemschutzgeräte, einen Stromerzeuger und einen Lichtmast an Bord. Kein Wunder, dass das 185 Pferdestärken starke Fahrzeug es auf 6,5 Tonnen bringt. Der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch sah das Gewicht als Synonym für die Aufrüstung der Wehr, das alte Fahrzeug war ein 2,8-Tonner. Michael Schneider, der erste Beigeordnete der Gemeinde Grafschaft, betonte bei der Übergabe den unbedingten Willen der Gemeinde, mit den Feuerwehrkonzepten die Wehren technisch und in der Ausrüstung auf dem neuesten Stand zu halten. Das kann man vom Eckendorfer Spritzenhaus allerdings nicht behaupten. Die Einweihung des neuen Fahrzeugs wurde am Dorfgemeinschaftshaus gefeiert. Hier hängen noch die Schilder der Wehr; die musste dort aber schon vor einiger Zeit räumen und ist nun in einem privaten Anwesen in einer Scheune untergebracht. Schneider betonte allerdings, dass die Planungen für das nagelneue Gebäude laufen.

Nicht nur diese Aussichten sorgen für Motivation in der Wehr. Die ist mittlerweile auf 22 Personen angewachsen, dazu kommen fünf Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Sie feierten mit der Bevölkerung und Kameraden aus den umliegenden Orten zwei Tage lang mit Reibekuchen-Essen und Blaulicht-Party zum Auftakt und einem Familienfest tags darauf. Hüpfburg, Fotobox, Feuerwehrrallye und Kinderschminken gab es für den Nachwuchs.

Eine Brandschutzvorführung gab es mit dem alten und dann mit dem neuen Fahrzeug. Hier zeigte sich, welchen Quantensprung die Wehr mit der 96.000 Euro teuren Neuanschaffung gemacht hat.

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