Wettkampf mit der Trumsäge: Dreitägige Kirmes in Ringen

Wettkampf mit der Trumsäge : Dreitägige Kirmes in Ringen

Die Ringener Altgesellen haben zur Kirmes ein abwechslungsreiches Programm geboten. Bei dem dreitägigen Fest wurden Erinnerungen wach an längst vergangene Tage, als die Kirmes noch ein echtes Dorffest war.

Vor vier Jahren übernahm der Altgesellenverein Ringen-Beller, der erst ein Jahr zuvor gegründet worden war, die Organisation der Ringener Kirmes, die seither wieder einen starken Zuspruch der Bevölkerung verzeichnet. Schließlich werden bei dem dreitägigen Fest Erinnerungen wach an längst vergangene Tage, als die Kirmes noch ein echtes Dorffest war. So war das Bürgerhaus schon am Nachmittag gut gefüllt bei der inoffiziellen Eröffnung, die besonders für die jüngsten Besucher ein Heidenspaß war.

Zauberer Bagatelli (Dieter Schroeder) verstand es wieder einmal, mit seinen lustigen Zaubertricks den Nachwuchs ebenso wie die Eltern zu begeistern. Bis zur eigentlichen Eröffnung mit dem Fassanstich vergnügen sich die Gäste aus Ringen, Bölingen und Beller auf dem Autoscooter, beim Pfeilwurf und an der Schießbude, auf dem Kinderkarussell und am Süßwarenstand. Der Altgesellen-Vorsitzende Andreas Kunze schlug den Zapfhahn elegant ins Fass, kritisch beäugt vom Kirmesmann, der von der Bühnenwand herab das Geschehen beobachtete. Natürlich gab es erstmal eine Runde Freibier für alle Kirmesbesucher.

Das abendliche Konzert mit der Gruppe Rio5 und aktueller Tanzmusik lockte Jung und Alt auf die Tanzfläche und anschließend in die Sektbar, die die Altgesellen selbst zusammengezimmert hatten. Hier wurden zahlreiche exotische Mixgetränke über den Tresen gereicht. „Mit der Band haben wir in den vergangenen beiden Jahren gute Erfahrungen gemacht, sie treffen genau den Geschmack des Publikums“, freute sich Kunze. Am Sonntag ließen es die 26 Altgesellen ein wenig gemütlicher angehen und begannen mit einem zünftigen Frühschoppen. Als Kirmesessen gab es knusprigen Spießbraten mit Bratkartoffeln und am Nachmittag startete das Wettsägen am angeblich „leicht sägbaren“ Baumstamm, bei dem das Publikum lautstark den wackeren Matadoren zujubelte, die mit der schweren Trumsäge kämpften.

Die besseren Hälften der Altgesellen sorgten mit jeder Menge selbst gebackenen Kuchen für eine gut bestückte Kaffeetafel. Am Kirmesmontag stand die ganze Familie im Mittelpunkt, los ging es mit der Heiligen Messe in der Sankt Hubertus-Kapelle in Bölingen, anschließend gab es einen Bustransfer zum Friedhof, wo unter Leitung von Ortsvorsteher Toni Palm und Pfarrer Alexander Burg die Gefallenenehrung folgte, umrahmt vom Männergesangverein „Bölinger Liederkranz“.

Mittags ging es zum Frühschoppen ins Bürgerhaus, wo nach alter Tradition die „Rhein-Ahr-Spatzen“ Blasmusik zum Besten gaben. Als die Kirmes sich dem Ende zuneigte, ging es dem Kirmesmann an den Kragen. Christoph Schmitt wies ihm unzählige Verfehlungen nach. Das Kirmesgericht verurteilte den Bösewicht zum Flammentod. Das Urteil wurde mit viel Getöse sogleich vollstreckt.

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