Tongrube Leimersdorf: CDU spricht von „haltlosen Attacken“

Tongrube Leimersdorf : CDU spricht von „haltlosen Attacken“

Die Union stellt sich im Streit um die Tongrube vor den Grafschafter Bürgermeister. Dem Ortsbeirat bescheinigen die Christdemokraten eine gute Portion Geschmacklosigkeit, dem Ortsvorsteher pflichtwidriges Verhalten.

Die CDU-Fraktion im Gemeinderat Grafschaft nimmt die jüngsten Angriffe des Leimersdorf Ortsvorstehers Hans-Christoph Rech und seines Stellvertreters Michael Kaes-Kunkel (beide SPD) zum Anlass, sich uneingeschränkt hinter Bürgermeister Achim Juchem zu stellen. „Die Angriffe gegen unseren Bürgermeister sind an Geschmacklosigkeit und Haltlosigkeit nicht zu überbieten“, so der CDU-Vorsitzende Michael Schneider. Rech hatte im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen einen Deponie in der Tongrube Leimersdorf „schwere Geschütze“ aufgefahren und Juchem scharf angegriffen.

Die Grafschafter Union spricht von einem völlig inakzeptablen und beispiellosen Verhalten eines Grafschafter Ortsvorstehers gegenüber dem Bürgermeister. Wie „freche Schulbuben“ würden der Leimersdorfer Ortsvorsteher und sein Vertreter die Fakten ignorieren. In zahlreichen Sitzungen seien umfangreiche Stellungnahmen, Zusammenfassungen, Beschlussvorlagen und gutachterliche Ausarbeitungen zu den Deponieplänen vorgestellt, erläutert und online gestellt worden. „Entweder wollten oder konnten sich beide nicht die Arbeit machen, diese Unterlagen dem Ortsbeirat zur Beratung vorzulegen. Sowohl Faulheit als auch Dummheit sind jedoch in dieser wichtigen Frage nicht akzeptabel“, so Schneider.

Auch der Umstand, dass Rech und Kaes-Kunkel zuletzt die Sitzungen von Hauptausschuss und Gemeinderat vorzeitig verlassen hätten, ohne die Beratungen zur den Deponieplänen zu verfolgen oder daran im Interesse ihres Ortsbezirks mitzuwirken, „spreche Bände“. Die CDU sprach von einem „pflichtwidrigen Verhalten“.

Die Begründung der Ortsbeiratsmitglieder für das vorzeitige Verlassen der Sitzungen, nämlich „es soll tatsächlich Menschen geben, die morgens einer Erwerbstätigkeit nachgehen müssen und nicht vom Steuerzahler bezahlt werden“, sei ein Affront gegen den Rat und den Bürgermeister. Die CDU fragt in diesem Zusammenhang, ob Rech und seine SPD-Ortsbeiratsmitglieder ihrer Aufgabe überhaupt noch gewachsen seien.

Hilfreiche und konstruktive Ansätze, gegen die Deponiepläne in der Leimersdorfer Tongrube vorzugehen, seien leider vom Ortsbeirat nicht vorgelegt worden. Im Gemeinderat hingegen arbeite man Hand in Hand und stets einstimmig über alle Fraktionsgrenzen hinweg, um die Mülldeponie zu verhindern.