Hohe Personalkosten in der Grafschaft: CDU fühlt sich nicht richtig verstanden

Hohe Personalkosten in der Grafschaft : CDU fühlt sich nicht richtig verstanden

Die CDU der Grafschaft will Darstellungen der SPD zu den Rathauspersonalkosten so nicht stehen lassen. Die Sozialdemokraten hatten mitgeteilt, dass 42 Prozent der Grafschafter Einnahmen für Personalkosten ausgegeben würden.

"Es handelt sich hierbei um die Gesamtpersonalkosten für die Kernverwaltung, den Bauhof, die Kindergärten und die Betreuende Grundschule, wobei der Löwenanteil die Personalkosten im Kindergartenbereich ausmacht. Hier sind nur Einsparungen möglich, wenn der hohe Standard, der den Kindern und Eltern angeboten wird und vom Gemeinderat auch gewollt ist, runtergefahren würde", stellten nun die Christdemokraten klar.

Dies sei der SPD auch bekannt gewesen. Denn wie der Fraktionsvorsitzende der SPD, Hubert Münch, in seiner Rede zum Grafschafter Haushalt ausgeführt habe, seien es neben den tariflichen Steigerungen die Verbesserungen in den Kindergärten, die den größten Batzen der Steigerung ausmachen.

"Keine Schließtage in den Ferien und die Deckung der Ausfallzeiten der Erzieher ziehen eben zusätzliche Stellen und damit auch höhere Personalkosten nach sich. Außerdem nützt ein Organisationsgutachten für den Kindergartenbereich überhaupt nichts, da für deren Angebote vom Land vorgegebene Personalschlüssel gelten, die durch die Gemeinde nicht veränderbar sind", erklärte dazu die CDU.

Richtig sei, dass für die Erstellung einer Organisationsuntersuchung der Verwaltung Mittel in den Haushalt eingestellt wurden. Allerdings vermittelt die SPD den Eindruck, dass es um die Kürzung von Stellen gehe.

Dies sei aber nicht die Intention des Gemeinderates gewesen. Das Wachstum der Gemeinde und die Vielzahl der zusätzlichen Aufgaben führten zu einem Personalmehrbedarf in allen Bereichen der Verwaltung.

Es hängt von den Anträgen ab

Ebenso sei die Begründung der SPD, sie habe den Neubau eines Kunstrasenplatzes für Vettelhofen deshalb abgelehnt, weil es nicht sein könne, dass die Gemeinde einerseits kein Geld für Buswartehäuschen habe, sodass Schulkinder im Regen stehen müssten, andererseits aber ein neuer Sportplatz gebaut werden solle, "fadenscheinig".

Die CDU: "In den vergangenen Jahren wurden Mittel für zwei Buswartehäuschen bereitgestellt." Gingen mehr Anträge aus den Ortsbezirken ein, so würde hier auch meist finanziell nachgelegt, so die CDU.