Abschluss der Arbeiten in Sankt Dionysius: Bischof Stephan Ackermann weiht Altar in Ringen

Abschluss der Arbeiten in Sankt Dionysius : Bischof Stephan Ackermann weiht Altar in Ringen

Nach der Renovierung des kompletten Innenraums erstrahlt die Ringener Pfarrkirche Sankt Dionysius in neuem Glanz. Gekostet hat das Ganze 800.000 Euro. 180.000 Euro musste die Gemeinde zuschießen.

„Der Himmel lacht, die Sonne scheint, und die Gemeinde freut sich.“ Bischof Stephan Ackermann strahlte zu Beginn des Pontifikalamtes in der Pfarrkirche Sankt Dionysius in Ringen anlässlich der Altarweihe. Diese war der offizielle Abschluss der umfangreichen Innenrenovierung. „Es ist ein festlicher Raum mit neuer Helligkeit entstanden“, fand Ackermann die Arbeiten rundum gelungen.

Der Bischof konnte sich dabei einen augenzwinkernden Seitenhieb nicht verkneifen: „Seitdem klar ist, dass sich der Zuschnitt der Pfarreien deutlich ändern wird, ist in unseren Gemeinden eine erhebliche Bauaktivität ausgebrochen.“ Das gelte vor allem für die Kirchen, die wohl zuvor noch einmal auf Vordermann gebracht werden sollten. In Ringen liege die Sache aber anders, denn das Projekt sei schon vor vielen Jahren in Gang gebracht worden. Erstaunlicherweise habe man aber hier – anders als in anderen Kirchengemeinden – zuerst das Pfarrheim renoviert und dann erst die Kirche. Pfarrer Alexander Burg gab zu, dass dahinter durchaus Taktik gesteckt habe – aber nur, weil das Bistum für die Renovierung des Pfarrheims höhere Zuschüsse bewilligte.

Große Spendenbereitschaft

Nachdem schon 2013 der barrierefreie Aufgang mit behindertengerechter Toilette errichtet worden war, sei nun das erste Teilpaket der Kirchensanierung abgeschlossen, freute sich Ackermann. Der Innenraum wurde komplett neu gestaltet (der GA berichtete). Die komplette Maßnahme hat 800 000 Euro gekostet, 180 000 Euro musste die Gemeinde aufbringen.

„Die Spendenbereitschaft hat alle Erwartungen übertroffen: Innerhalb von nicht einmal einem Jahr sind 186 350 Euro an Spenden eingegangen“, freute sich Pfarrer Alexander Burg. Größte Einzelspender waren Haribo mit 90 000 Euro und Hans Guido Riegel mit 60 000 Euro. Die Altarweihe vollzog Bischof Ackermann bei der Eucharistiefeier mit den traditionellen Riten, die teilweise seit dem vierten Jahrhundert belegt sind. Dabei wurde auch das Reliquiar, das schon im ehemaligen Hochaltar vom damaligen Weihbischof Karl Ernst Schrod am 3. Mai 1900 eingesetzt worden war, in den neuen Altar eingelassen.

Dieses war zu Beginn der Renovierungsmaßnahme am 10. April 2018 vom stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden Lothar Barth in Anwesenheit von Pfarrer Alexander Burg und Ortsvorsteher Toni Palm aus dem alten Altar entnommen worden. Geweiht wurde beim Pontifikalamt auch das neue Taufbecken.

In seiner Predigt ging Bischof Ackermann auf den Ursprung des Glaubens ein und stellte fest, dass mit der Neugestaltung der Kirche auch das Zeichen des Glaubens wieder in den Blick rücke und der Mensch sich von dort aus wieder Orientierung geben lasse. Ambo und Altar als Brennpunkte des Gottesdienstes stünden für Gottes Geschichte mit dem Menschen, „denn Gottes Wort ist viel mehr als die Messe.“

Dem Pontifikalamt schloss sich ein Empfang im Sitzungssaal des benachbarten Rathauses an.

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