Verkehr in Esch: Bekenntnis zur Ortsumgehung Esch

Verkehr in Esch : Bekenntnis zur Ortsumgehung Esch

CDU will, dass die „Große Lösung“ mit kommunalen Mitteln umgesetzt wird. Kreisstraße 35 soll neu gebaut werden.

Die CDU in der Gemeinde Grafschaft und der Verbandsgemeinde Altenahr sprechen sich weiterhin klar für die Umsetzung der Ortsumgehung Esch in der sogenannten „Großen“ oder „Ost-Variante“ aus. Bei einem Ortstermin am Dorfplatz Esch erörterten die Spitzen der beiden CDU-Gemeindeverbände mit Bürgern den aktuellen Sachstand.

Eine gute Nachricht hatten die Kreistagsmitglieder Michael Schneider und Ingrid Näkel-Surges im Gepäck: Die CDU-Kreistagsfraktion und Landrat Jürgen Pföhler hatten wenige Tage klargemacht, dass sie ebenfalls an der bisherigen Planung festhalten werde. Dabei geht es um die Ortsumgehung Esch, die als Kreisstraße 35 neu gebaut werden soll. Allerdings ist vor einigen Wochen bekannt geworden, dass das Land die Bezuschussung der neuen Kreisstraße zurückgezogen hat. Nach fast drei Jahrzehnten Planung hatte eine neue Berechnung des Landesbetriebes Mobilität (LBM) ergeben, dass die Kosten den Nutzen des Projektes übersteigen würden.

„Dabei hatte ein Raumordnungsverfahren vor einiger Zeit genau das gegenteilige Ergebnis erbracht“, wundert sich Michael Schneider. Demnach sei die „Große Variante“ die beste. Auf dieser Basis habe der Kreis alle benötigten Grundstücke für den Neubau im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens erworben und den LBM die Trasse planen lassen.

CDU gegen Westumgehung

Die ins Spiel gebrachte Westumgehung lehnen die Christdemokraten ab. „Dies würde erneute Planungszeiträume von zehn bis 20 Jahren und voraussichtlich Enteignungen landwirtschaftlicher Grundstücke bedeuten“, begründet Schneider die ablehnende Haltung. Die Bedeutung, die die neue Ortsumfahrung Esch für die Verbandsgemeinde Altenahr habe, hob Ingrid Näkel-Surges hervor: „Dadurch kann der Quell- und Zielverkehr von der Mittelahr Richtung Autobahnkreuz Meckenheim kreuzungsfrei über das Gewerbegebiet Grafschaft fließen, ohne dass die Wohnbebauung in der Grafschaft davon betroffen ist.“ Auch der touristische Verkehr an die Ahr, insbesondere aus dem Großraum Köln-Bonn, würde dadurch nicht mehr wie bislang zum Stillstand in der Ortslage Esch führen. Die große Variante würde zudem auch die Möglichkeit bieten, einen Radweg parallel anzulegen und die Verbindung zwischen Grafschaft und Verbandsgemeinde Altenahr herzustellen. Insofern sei die Ortsumgehung Esch nicht nur für die Grafschaft, sondern auch für die Mittelahr ein äußerst wichtiges Projekt.

Michael Schneider und seine CDU-Kollegen aus dem Gemeinderat Grafschaft drängen darauf, dass die Gemeinde Grafschaft gemeinsam mit dem Kreis Ahrweiler die jahrzehntelang geplante Maßnahme umsetzt – auch unter Einsatz kommunaler Finanzmitteln. „Wir sehen die stetig steigende Verkehrsbelastung der Menschen als eine der großen Herausforderungen an die Politik. So wie wir die Menschen in Gelsdorf, Vettelhoven, Bölingen, Ringen, Beller und Oeverich durch Ortsumfahrungen entlasten wollen, so wollen wir dies auch für die Bürgerinnen und Bürger in Esch erreichen“, betont Schneider.

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