Frankensiedlung

Einigung über Bau des Freilichtmuseums ist in Sicht

Ortstermin: Mathias Heeb (3.v.r.) im Gespräch mit den Vertretern der Bundesanstalt.

MARIENTHAL/GRAFSCHAFT. Die geplante Frankensiedlung kann wohl doch am Eingang des Regierungsbunkers in Marienthal gebaut werden. Vermutlich wird der Verein Frankensiedlung Nithrindorp nun doch das freie Areal kaufen können, um dort das Freilichtmuseum zubauen.

Mathias Heeb, dem Vorsitzenden des Vereins Frankensiedlung Nithrindorp, war die Erleichterung anzusehen. Bei einem Ortstermin mit Vertretern der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) am Eingang des früheren Regierungsbunkers in Marienthal zeichnete sich am Dienstag eine Einigung ab. Vermutlich wird der Verein nun doch das freie Areal kaufen können, um dort als Freilichtmuseum eine historische Frankensiedlung nachzubauen.

"Es gibt ernsthafte Bemühungen, zueinander zu finden", erklärte Guido Déus von der Bundesanstalt, die alle Liegenschaften des Bundes verwaltet. Der Gesprächsfaden sei nach vorausgegangenen Missverständnissen wieder aufgenommen worden. Zu diesen Missverständnissen gehörte zunächst das kategorische Nein der Bundesanstalt zu einem etwaigen Grundstücksverkauf, als der Verein seine Kaufabsichten äußerte. Déus: "Das haben wir so nicht gemeint."

Eine "Wiederaufnahme des Betriebes Regierungsbunker" stünde dem entgegen, hieß es unter anderem in der Begründung eines BIMA-Schreibens von Anfang Februar. Diese Formulierung hatte für allgemeines Kopfschütteln und gar zu Anfragen von Bundes- und Landespolitikern gesorgt. Später widerrief die Bundesanstalt diese Aussage und verwies darauf, dass lediglich die Stolleneingänge sowie Notausgänge für die Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler freigehalten werden müssten.

Vor Ort ergab sich am Dienstag nun ein klareres Bild. Unter Berücksichtigung der vom Bund noch benötigten Flächen verbliebe für die Frankensiedlung noch ein Areal von rund 6000 Quadratmetern. "Auf dieser Basis können wir reden", so Déus. Noch nicht gesprochen wurde über den Grundstückspreis und weitere Konditionen des etwaigen Kaufs.

Klaus Niebelschütz, Leiter "Verkauf" bei der Bundesanstalt, und Mathias Heeb nahmen das Gelände gestern zunächst einmal sorgfältig unter die Lupe. Dies übrigens in Gegenwart von Kamerateams des WDR sowie des SWR. Beide Sender wollen das Projekt Frankensiedlung weiter verfolgen. Gestern Abend berichtete die Lokalzeit Bonn des WDR.

Info-Veranstaltung:
Vom 1. bis zum 3. März will der Verein Frankensiedlung Nithrindorp im Bürgerhaus Ringen (ausgeschildert) über sein Projekt informieren. Am 1. März, 19 Uhr, wird es einen Vortrag geben und über neue Entwicklungen berichtet. Am Samstag wird eine Ausstellung des Vereins um 14 Uhr eröffnet, am Sonntag bereits um 10 Uhr (bis 18 Uhr). Der Eintritt ist frei.