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Grafschaft: Haribo-Wiegeaktion im Ringener Rathaus

Schwerer als erwartet : Karnevalistische Wiegeaktion beim Süßwarenkonzern Haribo

Der Süßwarenhersteller Haribo hat sieben kleine Grafschafter Karnevalisten mit 500 Kilogramm Goldbären aufgewogen. Das bedeutet zehn Zentner Wurfmaterial für die närrischen Tage, das die Grafschafter Jecken freudig in Empfang nahmen.

In der Gemeinde Grafschaft scheinen besonders schwergewichtige Kinder zu wohnen. Wenn sieben kleine Mädchen zusammen 500 Kilogramm auf die Waage bringen, dann könnte so einiges für eine falsche Ernährung sprechen. Oder dafür, dass im Hintergrund noch jemand seine Füße mit im Spiel gehabt und für eine erstaunliche Gewichtszunahme gesorgt hat. Schnell war der „Übeltäter“ ausgemacht: Grafschafts Bürgermeister Achim Juchem hatte für zusätzliche Kilos gesorgt, als Süßwarenhersteller Haribo zum traditionellen Aufwiegen ins Rathaus geladen hatte.

Bereits zum vierten Mal hat das vor 100 Jahren in Bonn gegründete Lakritz- und Weingummiunternehmen kleine Karnevalisten auf die Waage gestellt und das gemessene Gewicht in Goldbären „vergütet“. Zehn Zentner Wurfmaterial für die bevorstehenden Grafschafter Karnevalszüge kamen so zusammen – doppelt soviel wie im Vorjahr. „Wir stehen für kindliche Freude und bunte Vielfalt“, meinte Haribo-Sprecher Burkhard Zyber bei der Übergabe der zahlreichen Bärchen-Kisten an die Grafschafter Karnevalisten, die aus allen Ortsteilen ins bunt geschmückte Verwaltungsgebäude gekommen waren.

Nutznießer der Wiegeaktion sind nun die Ringener Wendböggele, die Garde Grün-Weiß Esch, die Fidele Möhne Birresdorf, der Nierendorfer Möhnenverein oder auch die feschen Möhnen aus Gelsdorf.

Auf die Waage, die auch für die alljährliche große Haribo-Kastanienaktion ihre Verwendung findet, stellten sich Kinderprinzessin Sophie I. aus Nierendorf, ihre Adjutantin Anna Lena Boden, Clara Assenmacher als jüngstes Tanzmitglied der Nierendorfer Tanzgarde sowie ihre „Kolleginnen“ aus Esch, Gelsdorf, Ringen und Birresdorf, Juliane Gola, Paula Wolff, Mila Paffenholz und Lotta Stegmann. Und weil die sieben Fliegengewichte trotz Ornat und vieler Orden dann doch nur wenig Last auf das Wiegegerät brachten, half der Bürgermeister halt ein wenig nach.

„Als Familienunternehmen mit rheinischen Wurzeln liegt uns die Karnevalskultur am Herzen“, sagte Zyber. Achim Juchem freute sich derweil über das Bekenntnis des Süßwarenkonzerns zu seiner neuen Heimat: „Es ist schön, wenn Haribo sagt: Wir sind Grafschafter.“

Das 1920 in Bonn gegründete Familienunternehmen wird in dritter Generation geführt. Weltweit beschäftigt Haribo 7000 Mitarbeiter. Seit 2018 ist die Firmenzentrale in der Grafschaft.