Handwerk will sich den Herausforderungen stellen: Erste Verträge mit Flüchtlingen sind gemacht

Handwerk will sich den Herausforderungen stellen : Erste Verträge mit Flüchtlingen sind gemacht

Erste Verträge mit Flüchtlingen seien bereits unterschrieben. Und auch sonst nehme sich das Handwerk der neuen Aufgaben an. Das stellte der im vergangenen Herbst neu gewählte Präsident der Handwerkskammer Koblenz, Kurt Krautscheid, beim Besuch in der Kreisstadt fest.

Der Kammerpräsident war Gast bei der Jahreshauptversammlung der Maler- und Lackierer-Innung Ahrweiler, wo er von Obermeister Francois Etscheid und Kreishandwerksmeister Frank Wershofen begrüßt wurde.

"Die Wirtschaftslage im Handwerk ist gut", sagte Krautscheid. Die Prognosen stimmten optimistisch. So lasse sich eine aktuelle Umfrage des Konjunkturberichtes des Handwerks der Handwerkskammer Koblenz zusammenfassen.

Auch im dritten Quartal 2015 laufe "die Handwerkskonjunktur weiter rund", fügte Krautscheid an: "Trotz der ständig steigenden Anforderungen und Herausforderungen für die Betriebe durch die Umsetzung der Mindestlohnregelung, der sich zunehmend verschärfenden Situation am Arbeitsmarkt und der fortschreitenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse zeigt sich die aktuelle Konjunkturlage im Kammerbezirk Koblenz stabil."

Die Beurteilungen einzelner Konjunkturindikatoren wie Auftragsbestand, Betriebsauslastung, Umsatzentwicklung und Beschäftigungssituation würden im Vergleich zum Vorjahr leicht besser beurteilt.

Das Investitionsvolumen habe sich leicht erhöht. Der Kammerpräsident stellte heraus: "Das Handwerk nimmt sich der neuen Aufgaben an, sei es der zunehmenden Digitalisierung der Geschäftsprozesse oder der Herausforderungen durch den aktuellen Flüchtlingsstrom. Wir werden diese Themen mit den uns zur Verfügung stehenden Kräften unterstützen."

Der Kreishandwerksmeister sprach von der guten Zusammenarbeit der Innungen mit der Geschäftsstelle und mit der Handwerkskammer und von der Unterstützung in Sachen Gewinnung von Nachwuchs für die Ausbildung und für den Fachkräftemarkt.

"Denn das Handwerk benötigt gut ausgebildete junge Leute, die den technischen Herausforderungen, die das Handwerk bewältigen muss, gerecht werden", sagte Wershofen. Obermeister Etscheid betonte, dass bei der Berufsausbildung eine gewisse Qualität abverlangt wird. Hier ist im dualen System, der Betrieb, die Handwerkskammer mit ihrer überbetrieblichen Ausbildung, aber auch die Berufsbildenden Schulen gefragt.

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