Energiebilanz vorgelegt : Der Kreis Ahrweiler spart Energiekosten

Der Kreis Ahrweiler verzeichnet einen deutlichen Rückgang des Co2-Ausstoßes bei den kreiseigenen Gebäuden. Vor allem verringerte Heizenergie und die Umstellung auf Ökostrom sind Gründe dafür.

Der Kreis Ahrweiler spart kräftig an Energiekosten. Dies macht eine vorgelegte Energiebilanz deutlich. Bereits vor Jahren eingeleitete Maßnahmen im Bereich der energetischen Sanierungen sowie Umstellungen auf den Bezug von erneuerbaren Energien zeigen Wirkung.

Die Einsparungen im Bereich der Heizenergie ebenso wie die vollständige Umstellung auf Ökostrom haben einen deutlichen Rückgang des CO2-Ausstoßes zur Folge. Demnach sind die Emissionen der kreiseigenen Gebäude im Vergleich zum Höchststand 2004 um 58 Prozent gesunken. Durch diese Entwicklung und die weiterhin geplanten Sanierungen ist ein CO2-neutraler Betrieb der Gebäude erreichbar. „Bis 2020 könnte sich der CO2-Ausstoß bereits um 90 Prozent im Vergleich zum Stand von 2004 verringern“, freute sich Landrat Jürgen Pföhler.

Insgesamt fielen im vergangenen Jahr rund 741.000 Euro für Strom, Wasser und Heizung in den kreiseigenen Schulen und in der Kreisverwaltung an. 41 Prozent davon entfielen auf die Stromkosten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kosten durch Einsparungen im Verbrauch insgesamt um 6,5 Prozent gesunken, und das trotz gleichzeitig gestiegener Energiepreise.

Die Heizenergie im Kreis Ahrweiler ist um vier Prozentpunkte gesunken

Der witterungsbereinigte Heizenergiebedarf ist 2018 gegenüber dem Vorjahr um 300 Megawattstunden (MWh) gesunken, das entspricht einem Minus von vier Prozent, hieß es weiter aus der Kreisverwaltung in Ahrweiler. Der durchschnittliche Energieverbrauch lag danach im Berichtsjahr bei 75 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Durch weitere Sanierungen von Heizungsanlagen, etwa in der Berufsbildenden Schule und der Freiherr-von-Boeselager-Realschule, sollen auch künftig Einsparungen möglich werden.

Unter anderem bereits vollzogene Sanierungen der Beleuchtungseinrichtungen etwa in der Kreisverwaltung und in den Sporthallen haben einen Rückgang des Stromverbrauchs möglich gemacht. Seit 2012 sinkt dieser kontinuierlich, 2018 um fünf Prozent. „Damit liegt der Stromverbrauch aktuell auf dem Niveau von 2008“, so die Kreisverwaltung.

Ebenfalls seit 2012 sinkt auch der Wasserverbrauch in den verschiedenen Kreiseinrichtungen kontinuierlich. 2018 war der Pro-Kopf-Wasserverbrauch mit 1824 Litern auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Verbrauchsaufzeichnung. In den Schulen werden derzeit sukzessive digitale Systeme, sogenannte „Leckagewächter“, installiert, die Wasserverlust verhindern sollen. Läuft zum Beispiel eine WC-Spülung durch, sperrt das System die Rohre und informiert via SMS den Hausmeister beziehungsweise das technische Personal. Das soll den Verbrauch noch weiter senken.

Der Eigenbetrieb „Schule und Gebäude“ ist bereits seit seiner Gründung 2009 zuständig für ein flächendeckendes und umfassendes Energie-Controlling. Dazu gehört auch, die Heizungsanlagen optimal zu betreiben, umweltfreundliche Energieträger einzusetzen, Hausmeister im effizienten Betrieb der Anlagen weiterzubilden und den Verbrauch von Ressourcen durch die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen kontinuierlich zu senken. Mit offensichtlich anhaltendem Erfolg.

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