1. Region
  2. Ahr & Rhein

Dorfentwicklung in Mayschoß

Dorfentwicklung in Mayschoß : Platz für neues Mayschosser Feuerwehrhaus gesucht

Wo soll der Neubau des Mayschosser Feuerwehrgerätehauses seinen Platz finden? Der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde machte sich zu einer Ortsbesichtigung auf.

Das Feuerwehrhaus in Mayschoß genügt nicht mehr den Erfordernissen. Ein Anbau ist nicht möglich, es muss neu gebaut werden. Der Rat hat sich bereits darauf verständigt, dass der Neubau nahe am derzeitigen Gerätehaus entstehen soll, also an der Einmündung der Dorfstraße in die Bundesstraße und in der Nähe des Waagplatzes. Jetzt hatte sich der Bau- und Planungsausschuss zu einer Ortsbesichtigung aufgemacht.

Auf dem kleinen Parkplatz vor dem Gerätehaus zeigten bereits Markierungen die Ausdehnung eines Neubaus, erforderlich wären 11 mal 14 Meter. Der Neubau soll auch Sozialräume und eine Toilettenanlage enthalten. So einfach, wie es auf den ersten Blick schien, stellte sich die Sache aber nicht dar.

Für eine schnelle Ausfahrt der Fahrzeuge würden nicht nur die meisten Parkplätze dort entfallen, auch die Mauer zum Ehrenmal müsste entfernt, ein Baum gefällt und das Ehrenmal versetzt werden.

Weitere Optionen zeigte der Ausschussvorsitzende Jörg Jeckstadt auf der anderen Seite der Dorfstraße, angrenzend an den Waagplatz. Dort könnte möglicherweise das bestehende Gebäude der Martinsklause mitgenutzt werden, aber auch hier müssten einige Bäume fallen, der Platz fürs Weinfest würde verkleinert. Geändert werden müsste auch der Verlauf der unteren Dorfstraße hin zur Bundesstraße. Eine Reihe der derzeitigen Parkplätze fiele weg.

Die meiste Sympathie bei den Ausschuss-Mitgliedern fand ein Vorschlag, bei dem der an den Waagplatz grenzende Parkplatz vor dem ehemaligen Drogeriemarkt genutzt werden und zusätzlich der Anbau des ehemaligen Marktes von der Gemeinde gekauft und abgerissen werden müsste.

Da das derzeitige Feuerwehrhaus und die Toilettenanlage in dem Zusammenhang entfernt werden, könnten fehlende Parkplätze dort eingerichtet werden. Ein Neubau an der Stelle könnte im Rahmen der Dorfmoderation und damit mit Zuschüssen realisiert werden.

Am Ende der Ortsbesichtigung blieben Fragen zu den erforderlichen Abständen zwischen Gerätehaus und Straße offen, sie sollen zusammen mit dem Wehrleiter der Verbandsgemeinde Altenahr, Frank Linnarz, geklärt werden. Zudem kam der Vorschlag, ob die Gemeinde nicht nur den Anbau des Drogeriemarkts erwerben könne, sondern das gesamte Gebäude. Dann könnte an der Stelle das Feuerwehrhaus errichtet werden. Der Bau- und Planungsausschuss bittet die Gemeinde, auch das zu klären.

Ein weiterer Ortstermin war der Parkplatz am Mayschosser Bahnhof, den die Gemeinde schon seit Jahren sanieren und dort eine dritte Reihe von Stellplätzen einrichten möchte, auch um ihre Einnahmequelle zu verbessern. Da eingeholte Planungen aber zeigen, dass das Projekt von der Gemeinde Mayschoß kaum zu finanzieren wäre, wurde jetzt nach einer preisgünstigeren Lösung gesucht.

Einvernehmen bestand, dass die Zufahrt zum Parkplatz mit einer Schranke versehen werden müsse, damit der Platz bei Weinfesten nicht von den zahlreich anreisenden Caravans mit besetzt werde. Als möglicher Belag für den Boden war von Split die Rede, in den Markierungspunkte eingelassen werden müssten. Linien könnten bei Bedarf gezogen werden. Um eine dritte Reihe parkender Fahrzeuge zu ermöglichen, müsste der Platz allerdings größer und folglich das Terrain bis dicht an die Bahnschienen genutzt werden.

Die Bäume müssten weg, statt ihrer könnte als Abgrenzung zur Bahn eine Hecke gepflanzt werden – auch als Öko-Ausgleich, hieß es. „Dann haben wir auch etwas für die Vögel getan“, war eine Meinung.