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Kirmes in Bad Neuenahr: Der Tanz der fliegenden Hexen

Kirmes in Bad Neuenahr : Der Tanz der fliegenden Hexen

Treffsicherheit legte Beigeordneter Rudi Frick an den Tag, als er am Freitag das Fass zur Bad Neuenahrer Kirmeseröffnung anschlug. Lediglich zwei Mal donnerte er "mit Schmackes" den Hammer gegen den Zapfhahn, dann floss das Kölsch für die ersten Besucher des fünftägigen Volksfestes.

Zum klassischen Rundgang machten sich anschließend die Vertreter der Stadt, Polizei und Feuerwehr sowie Kommunalpolitiker und Schausteller auf. Die Abnahme der größten Kirmes an der Ahr mit den beiden Marktmeistern Dieter Krohn und Reiner Drüke war bereits am Feiertag erfolgt. Kreis, Bauamt und TÜV hatten sich vom ordnungsgemäßen Zustand der Fahrgeschäfte überzeugt; das Veterinäramt die Imbiss- und Getränkestände unter die Lupe genommen.

Doch dann durfte auch der Spaß im Vordergrund stehen: So siegte Polizeichef Peter Krämer beim Kamelrennen und SPD-Stadträtin Elisabeth Graff ließ sich beim Hexentanz den Wind um die Nase wehen, während sich Frick über das Lebkuchenherz mit der Aufschrift "Mein Prinz" freute.

Der Kirmes-Eröffnung war der Empfang der Schausteller im Rathaus voraus gegangen. Frick hatte sich bei Margit Ramus bedankt, die mit ihrer "Grünen Lok" mit Süßwaren bereits seit drei Jahrzehnten nach Bad Neuenahr kommt. Schausteller Fredi Zündorf wurde nicht nur gratuliert, weil er seinen 40. Geburtstag gefeiert hatte, sondern auch, weil er zum dritten Mal Vater geworden ist.

Der Beifall der Runde war den Kirmesleuten sicher, weil sie stets an die Kinder der Kreisstadt denken. So sind in den vergangenen Jahren 75 000 Euro zusammengekommen. Allein 2012 sammelten die Schausteller 1611 Euro für die Levana-Schule und den Caritas-Sonderkindergarten.

Ein Junge äußerte im Rathaus einen besonderen Wunsch: Hamid Ibrahim aus der 4 b der Grundschule möchte, "dass die Kirmes ohne Schlägerei vorüber geht".