Bürgerbefragung zum Schwimmbad in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Das Wo interessiert die Jugend nicht

Bürgerbefragung zum Schwimmbad in Bad Neuenahr-Ahrweiler : Das Wo interessiert die Jugend nicht

Auf dem bisherigen Bachemer Sportplatz oder am Ahrweiler Ahrstadion. Das sind die möglichen Standorte für einen Neubau des Hallenbades Twin. Welcher es werden soll, darüber soll der Stadtrat am Montag, 23. März, ab 19.30 Uhr entscheiden.

"Bevor dann auch tatsächlich gebaut werden kann, muss nach dieser grundlegenden Standortentscheidung aber noch ein umfangreiches Planungs- und Genehmigungsverfahren durchgeführt werden", hieß es gestern aus dem Rathaus. Zudem hänge eine Realisierung des Neubaus entscheidend auch von der Finanzierung - und damit der Bewilligung von Zuschüssen - ab.

In die Entscheidung des Rates sollen auch Ergebnisse einer Bürgerbefragung einfließen, deren Ergebnisse den Gremien schon vorgelegen hatten und die jetzt öffentlich sind. Die Fragestellung lautete: Was wünschen sich die Bürger von einem neuen Hallenbad und wie häufig wird es von Badegästen überhaupt genutzt." Darauf gab es 1659 Rückmeldungen, die im Rathaus ausgewertet wurden. Die Teilnehmer kamen aus allen Altersgruppen ab sechs Jahren, wobei die Fragenbögen für Grundschüler kindgerecht formuliert waren. Hier ein Blick in die Auswertung:

6 bis 9 Jahre: In dieser Altersgruppe gibt es eine hohe Nutzung des Bades, Kinder legen Wert darauf am Ort schwimmen zu lernen und sich sportlich zu betätigen. Spielmöglichkeiten im Außenbereich werden kaum gewünscht, dafür aber mehrere Rutschen am "Nichtschwimmer" und eine Sprunganlage in einem familienfreundlichen Bad.

10 bis 14 Jahre: 50 Prozent geben an, das Bad regelmäßig zu nutzen, 27 Prozent unregelmäßig. In dieser Altersgruppe überholt der Wunsch nach einer Sprunganlage (22 Prozent) den nach Rutschen (21 Prozent). Auf der Liste stehen auch Außenanlagen.

15 bis 17 Jahre: 36 Prozent besuchen bis dato das Twin regelmäßig, 32 unregelmäßig. In dieser Altersgruppe kommt das Interesse an Außenbereich und Liegewiesen durch. Freizeit und Erholung steht an erster Stelle.

18 bis 25 Jahre: Von 103 Rückmeldungen wünschen sich 41 Prozent ein familienfreundliches Gesamtangebot.

Fazit: Der Standort ist in diesen Altersgruppen kein Thema.

26 bis 40 Jahre: Familienfreundlichkeit und Beibehaltung des Standortes.

41 bis 60 Jahre: 48 Prozent wollen den Standort beibehalten wissen, erstmals kommt der Wunsch nach einer Sauna.

61 Jahre und älter: 58 Prozent sind für den alten Standort. Sauna steht hoch im Kurs, Sprunganlage und Rutschen werden für die Enkel gewünscht.

Fazit: Besonders wichtig ist den Teilnehmern ab 26 der Erhalt des Standortes.

Mehr von GA BONN