Ahrtal Tourismus: Das Ahrweiler Winzerfest ist gerettet

Ahrtal Tourismus : Das Ahrweiler Winzerfest ist gerettet

"Das ist meine Heimatstadt. Das ist mein Fest. Und daran hängt mein Herzblut!" So kam das "Ja" auf die Frage aus den Reihen der Vereine, ob Steffi Koll-Bensberg gewillt ist, den Vorsitz des Arbeitskreises (AK) Ahrweiler im Ahrtal-Tourismus zu übernehmen, aus tiefster Überzeugung.

Und das "Ja" bedeutet: Das Ahrweiler Winzerfest ist gerettet. Es geht also weiter nach dem Rücktritt von Rudi Wolber jun., der das Amt aus beruflichen Gründen abgeben musste. Die Planungen für das viertägige Fest im September 2014 mit Burgundia-Proklamation und zwei Umzügen können beginnen.

Worüber sich die neue Chefin besonders freut: Wolber steht ihr in Sachen Finanzen weiterhin zur Seite, und auch ihr Appell auf dem Markt, wo sie ihre Funktion als Moderatorin nutzte, um zum Mitmachen aufzurufen, trug enorme Früchte. So wird Ferdi Heuwagen sich als Begleiter der Burgundia, die rund 100 Auftritte hat, betätigen.

"Da wären wir noch für weitere Unterstützer dankbar. Und für Sponsoren, denn die hohen Kosten müssen gedeckt werden." Bernd Krah, Manfred Friedrich und Ludwig Gruber werden wieder als Wagenbauer aktiv; bewährte Mitstreiter wie Dieter Franke und Peter Höper kehren in die Riege zurück, und Günther Lohre ist für die Musik, also auch für das Zusammenstellen der Bands beim Zug, zuständig.

"Ich bin froh, dass es weitergeht. Und das Verteilen der Arbeit auf viele Schultern ist der Grund, dass es weitergeht", sagte die Grundschulleiterin am Freitag im GA-Gespräch: "Ich glaube, dass es mit diesem Team laufen wird. Auch wenn Ahrtal-Tourismus mich als festen Ansprechpartner, als Gesicht des Arbeitskreises braucht, so ist es die gesamte Mannschaft, die den Ablauf plant und den Erfolg garantiert."

Dass sie als Ahrweiler Mädchen einen enormen Zuspruch und riesigen Rückhalt erfährt, das spürte sie am Donnerstag beim Geburtstagsempfang des Ahrtal-Tourismus-Vorsitzenden Maternus Fiedler: Schulterklopfen und anerkennende Worte wie "Du bist die Richtige dafür" gab es von allen Seiten. "Das waren schon viele Vorschusslorbeeren", findet sie.

Doch wer sie kennt, der weiß, dass sie eine Macherin ist. Noch möchte sie am Konzept des Festes, "das den Gästen gefällt", festhalten. "Wenn's fluppt, dann kann man auch Neues umsetzen." Was wünscht Sie sich? "Die Ahrweiler Bürger waren immer bekannt für ihre Liebe zur Vaterstadt. Der Winzerfestzug bietet die enorme Chance, das auch zum Ausdruck zu bringen."