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Marienhaus Klinikum GmbH: Corona-Zentrum in Gerolstein soll Kliniken entlasten

Marienhaus Klinikum GmbH : Corona-Zentrum in Gerolstein soll Kliniken entlasten

Die Marienhaus Klinikum GmbH entlastet ihre Häuser in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Adenau und Bitburg mit der Einrichtung eines Corona-Zentrums in Gerolstein. Es handelt sich um das Marienhaus Klinikum Eifel Sankt Elisabeth, wo bereits 40 Zimmer für Corona-Patienten vorbereitet wurden.

Die Marienhaus Klinikum GmbH hat vier ihrer Standorte zu Corona-Zentren gemacht. „Das ist eine interne Maßnahme“, sagte Unternehmenssprecher Heribert Drieling dem General-Anzeiger. Für den Kreis Ahrweiler sei das Zentrum das Marienhaus Klinikum Eifel Sankt Elisabeth in Gerolstein. Dieses diene zur Entlastung der Häuser in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Adenau und Bitburg, erklärte Frieling.

„Wir haben das Haus bis auf die sowieso getrennte psychiatrische Abteilung komplett leer geräumt. Die Patienten wurden verlegt“, so der Unternehmenssprecher. An den Start gehe Sankt Elisabeth mit bereits vorbereiteten 40 Zimmern für Corona-Patienten. Hinzu kommen dann noch sechs Beatmungsplätze. „Ob aufgestockt werden muss, werden die nächsten 14 Tage zeigen“, sagte Frieling. Bislang sei lediglich ein Verdachtspatient aufgenommen worden. Wert legt Frieling darauf, dass der „Corona-Standort Gerolstein kein Testzentrum und auch keine Fieberambulanz ist“. Einfach so hinkommen, das funktioniere nicht.

Wichtig sei, dass am Standort Gerolstein genau das umgesetzt werde, was das Robert Koch-Institut verlange. Nämlich eine räumliche und personelle Trennung. So können in anderen Häusern normale Patienten betreut werden, während in Gerolstein ausschließlich Corona-Patienten aufgenommen würden, die dann von Personal betreut würden, das keinen Kontakt zu anderen als Corona-Patienten hätte. Dieses werde an den anderen drei Standorten ebenfalls so geschehen. Dieses sind in Rheinland-Pfalz Bingen und Bendorf. Über den Standort im Saarland verhandelt die Marienhaus Klinikum GmbH derzeit noch mit der dortigen Landesregierung.

Andere Wege geht indes das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen, das nicht zur Marienhausgruppe gehört. Verwaltungsdirektor Thomas Werner: „Wir bereiten uns seit 14 Tagen auf die Spitze des Patientenaufkommens im Rahmen der Corona-Epidemie vor. Durch die Reduktion von elektiven Operationen schaffen wir freie Betten und zeitliche Ressourcen, um dadurch frei werdendes Personal als Unterstützungskräfte auf den Stationen, in den Ambulanzen und auf den Intensivstationen vorzubereiten.“

So seien im Krankenhaus Linz acht zusätzliche Intensivbetten geschaffen worden. Mit den vier weiteren Beatmungsplätzen im Krankenhaus Maria Stern in Remagen hätten beide Häuser ihre Beatmungskapazität um insgesamt zwölf Betten erhöht.