Der Schuss 262 war entscheidend: So war das Schützenfest in Ahrweiler

Der Schuss 262 war entscheidend : So war das Schützenfest in Ahrweiler

Ben Mombauer ist der neue Schützenkönig der Aloisiusjugend in Ahrweiler. Für den Schüler gab es einen Triumphzug durch die Stadt. Begonnen hatte das Fest bereits am Freitagnachmittag mit einem Zapfenstreich auf dem Marktplatz.

Bereits vor Wochen begann das Ahrweiler Schützenfest, 70 Tage später war es zu Ende. Weil nämlich die Feiern der Bürger- und der Junggesellen-Schützen über den Aloisiustag hin-aus gingen und dann bereits die Sommerferien begonnen hatten, mussten die jüngsten Schützen ihr Fest ins neue Schuljahr verlegen. Denn die Feiern sind eng mit der Aloisiusschule verknüpft, die Grundschüler sollen dabei sein, wenn der Königsvogel fällt.

Waren sie aber nicht, denn nicht nur das gesamte Schützenfest zog sich in diesem Jahr in die Länge, sondern auch das Königsvogelschießen der Aloisiusjugend. 262 Mal musste Schießmeister Werner Knieps die Armbrust spannen, 87 Mal legte jeder der drei Kandidaten an, ehe es um 13.34 Uhr endlich hieß: „Neuer Schützenkönig der Aloisiusjugend ist Ben Mombauer.“ Da war das Schulfest längst beendet.

Bei den jüngsten Ahrweiler Schützen gab es dennoch allen Grund, zu feiern. Der neuen Majestät gratulierten die Mitbewerber Philip Metzger und Paul Bensberg als erste. Die Eltern Monika und Guido Mombauer eilten mit strahlenden Mienen herbei, als Nils Hermann, der König des Vorjahres, seinem Nachfolger Kette und Zepter überreichte. Es folgte eine große Schar von Gratulanten für den neuen Schützenkönig, ehe es zum Triumphzug in die Stadt ging.

Der Schützenfest-Samstag hatte für die 34 aktiven Mitglieder der Aloisiusjugend in aller Frühe mit einem Weckzug und anschließendem Festgottesdienst in der Laurentiuskirche begonnen. Im Rahmen des Schulfestes der Grundschule fand dann das Königsvogelschießen statt, ehe die Jungs sich zum Umzug und der Präsentation ihrer neuen Majestät in die Altstadt aufmachten.

Zapfenstreich auf dem Marktplatz

Wie bei allen Ahrweiler Schützengesellschaften ging es für die neue Majestät zu den Klängen von „Tochter Zion“ durchs Ahrtor, gleich dahinter warteten weitere Gratulanten. Es folgten die Vorstellungen bei Pastor und Bürgermeister sowie bei den Königen und Hauptleuten der beiden anderen Schützengesellschaften Ahrweilers.

Am Nachmittag zogen die jungen Schützen zunächst feierlich durch die Stadt und zum Kalvarienberg, wo das Fest mit Paraden weiter gefeiert wurde. „Solange wir auf dem Kalvarienberg aufziehen können, wollen wir das auch machen“, machte der Vorsitzende der jungen Schützen, Peter Terporten, deutlich.

Begonnen hatte das Aloisiusfest bereits am Freitagnachmittag mit einem Zapfenstreich auf dem Ahrweiler Marktplatz. Beim abendlichen Festkommers in Schumachers Bistro sorgten die jungen Musiker des Aloisius-Tambourcorps mit Unterstützung aus dem Junggesellen-Tambourcorps und klingendem Spiel für einen musikalischen Auftakt.

Ehrungen für ehemalige Majestäten

Im Mittelpunkt des Abends aber standen die „Ehemaligen“, allen voran die vielen Jubilare. Sie kehren gerne zurück zu der Gesellschaft, bei der sie das Ahrweiler Schützenbrauchtum kennen lernten. Viele von ihnen hatten im Anschluss eine schöne Zeit bei den Junggesellen-Schützen und sind heute Bürgerschützen. Die Majestäten vor 25, 40 und 50 Jahren, Michael Beu, Martin Brenner und Günter Jakobs bedankten sich für ihre Ehrungen mit Zuwendungen an die Gesellschaft.

Die scheidende Majestät Nils Hermann stellte der Festversammlung am Abend dann sein neues Königsschild vor und überreichte es den Aloisiusjungen zum Verbleib an der Königskette. Für die Jubilare der Aloisiusjugend ist es zudem eine schöne Tradition, dass sie in ihren Jubiläumsjahren wieder den Weg an ihre alte Schule finden.

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