Lärmaktionsplanung der Verbandsgemeinde: Messgerät soll Motorenlärm in Kesseling mindern

Lärmaktionsplanung der Verbandsgemeinde : Messgerät soll Motorenlärm in Kesseling mindern

In Kesseling wurde ein mobiles Messgerät mit Dialogdisplay aufgestellt. Das Messgerät soll den Motorlärm in der Gemeinde mindern.

Mit der Aufstellung eines mobilen Messgeräts mit Dialogdisplay ist eine erste Lärmminderungsmaßnahme in Kesseling umgesetzt worden. Aufgestellt wurde es vom Altenahrer Ordnungsamt.

Hintergrund ist, dass an Wochenenden fast 2000 Fahrzeuge, oftmals Motorräder, die Hauptstraße von Kesseling befahren. Den damit verbundenen Lärm zu erfassen und nach Möglichkeit zu reduzieren, ist Ziel der Lärmaktionsplanung der Verbandsgemeinde. Zur Unterstützung führt das Landesamt für Umwelt seit Sommer Lärm- und Geschwindigkeitsmessungen an der Kesselinger Hauptstraße durch.

Verhält sich ein Fahrzeugführer ordnungsgemäß, meldet das Dialogdisplay ein "Danke" zurück. Alle anderen erhalten die entsprechenden Hinweise "langsamer" oder "leiser". Parallel zu den Displayanzeigen werden die Geschwindigkeiten und Lautstärken aufgezeichnet. Ende Oktober soll eine Auswertung erfolgen, ob durch die Installation des Displays der Lärmpegel in Kesseling reduziert werden konnte. Dies ist laut Verwaltung nur eine mögliche Maßnahme, die zu einer Lärmreduzierung in den einzelnen Kommunen beitragen kann.

Neben rücksichtslosem Fahrverhalten erhöhen auch unzulässige Manipulationen am Auspuff die Lärmemissionen der Zweiräder. Beides einzudämmen sei das Ziel von "Silent Rider", einer professionellen Informations- und Aktionskampagne, initiiert von acht Kommunen und Städten der Nationalparkregion Eifel. Sie will die Thematik bundesweit in eine breite Öffentlichkeit tragen. Die Kampagne setzt auf die Einsicht der Lärmverursacher. Der Initiative hat sich die Verbandsgemeinde Altenahr als erste Kommune im Kreis angeschlossen, da sie wegen ihrer landschaftlich attraktiven Strecken gerade am Wochenende von vielen Motorradfahrern besucht wird. Kradfahrer, die leise und mit angepasster Geschwindigkeit fahren, sind und bleiben nach Angaben der Verbandsgemeindeverwaltung gern gesehene Besucher der Region und seien nicht Ziel dieser Kampagne.

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