Umgehungsstraße: Lohrsdorfer kämpfen weiter für ihre Umgehung

Umgehungsstraße : Lohrsdorfer kämpfen weiter für ihre Umgehung

Seit Jahrzehnten fordern die Bürger von Lohrsdorf eine Umgehungsstraße. Seit einem Jahr hängen schwarze Fahnen in der Ortsdurchfahrt, machen auf die Missstände aufmerksam.

Deshalb war die Ortsumgehungsstraße Thema eines Gespräches, das die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil und die beiden Landtagsabgeordneten Horst Gies (Ahrweiler) und Guido Ernst (Bad Breisig) jetzt in Berlin mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) führten.

Auch CDU-Landeschefin Julia Klöckner war mit dabei, als die AW-Politiker dem Bundesminister die dringende Notwendigkeit der Maßnahme im Sinne der Verkehrsentlastung von Lohrsdorf darlegten. "Mit mehr als 25.000 Fahrzeugen pro Tag ist der Zustand für die Lohrsdorfer unzumutbar", so die Christdemokraten unisono.

Unnötig schwierig mache es jedoch die rot-grüne Landesregierung in Mainz, die das Projekt dem Bund nicht mehr für den Bundesverkehrswegeplan 2015 gemeldet habe. "Diese starre Verweigerungshaltung muss sich ändern", fordern Heil, Gies und Ernst.

Die wollen sich auch die Lohrsdorfer nicht weiter gefallen lassen. Sie zeigen weiter Flagge mit ihrem Ortsvorsteher Hans-Jürgen Juchem, der seit Donnerstag auch erster ehrenamtlicher Beigeordneter der Kreisstadt ist. "Schluss mit dem Lärm" und "60 Jahre Planung sind genug" steht zum Beispiel auf den Fahnen in der Ortsdurchfahrt, die als Protest von den Bürgern an der Fußgängerampel durch Dauerpassieren mitten im Berufsverkehr auch schon komplett lahmgelegt wurde. Auch für schwere Verkehrsunfälle machen die Bürger das Fehlen der Umgehung verantwortlich.

"Denen sind wir doch egal", schimpfen Anlieger und meinen die Mainzer Politik. Eine vor einem Jahr ausgesprochene Einladung an Verantwortliche des Verkehrsministeriums, mal eine Nacht in Lohrsdorf zu verbringen, wurde bis heute nicht angenommen. Dann könnten die Gäste nämlich erleben, wie im Schrank die Tassen klappern.