Kreis Ahrweiler: Um die Elektrobetriebe steht es gut

Jahreshauptversammlung in Dernau : So steht es um die Elektrobetriebe im Kreis Ahrweiler

In der hat die Jahreshauptversammlung der Elektroinnung Ahrweiler stattgefunden. Ihr Fazit: Die Auslastung aller Betriebe ist sehr gut. Zurzeit lernen insgesamt 63 Jugendliche das vielseitige und zukunftsweisende Handwerk.

Die Auslastung aller Betriebe in der Elektroinnung Kreis Ahrweiler ist sehr gut. Das sagte Obermeister Christian Müller zum Auftakt der Jahreshauptversammlung in Dernau. Die Arbeitssituation sei ebenso gut wie im vergangenen Jahr. Erfreulich wie in den vergangenen Jahren seien auch die Ausbildungszahlen. Der Innung gehören derzeit 55 Mitgliedsbetriebe und neun Gastmitglieder an. Beigetreten sind in diesem Jahr die Betriebe Strom Weck (Bad Neuenahr), Ocktec (Niederzissen) und Simo-Tec (Kempenich).

Insgesamt lernen derzeit 63 Jugendliche das vielseitige und zukunftsweisende Handwerk, 56 davon werden im Bereich Energie- und Gebäudetechnik ausgebildet, sagte Müller. Trotzdem haben einige Betriebe Probleme mit dem Nachwuchs, weil Auszubildende vermehrt einen vorzeitigen Abschluss der Lehre anstreben, entsprechend vorzeitig die Gesellenprüfung ablegen wollen, dem Ausbildungsbetrieb verlorengehen und in Firmen abwandern, die selbst nicht ausbilden.

Das Problem soll mit den Verantwortlichen in der Berufsbildenden Schule (BBS) besprochen werden. Zur Prüfung im Dezember 2018/Januar 2019 hatten sich 18 Prüflinge angemeldet, unter ihnen auch eine Frau, 15 konnten die Ausbildung erfolgreich abschließen. Den Tag der offenen Tür an der BBS Bad Neuenahr bezeichnete Müller als gute "Plattform, auf der wir uns den jungen Menschen vorstellen können". Die Präsentationen dort sollen beibehalten werden.

Christoph Hansen zu Gast bei der Lossprechungsfeier in der Ahrakademie

Die Lossprechungsfeier in der Ahrakademie mit Christoph Hansen, dem Landesinnungsobermeister, als Gast, bezeichnete Müller als "gelungenen Abend". Auch, weil der Nachwuchs im Dachgeschoss der Akademie mit Licht- und Tonelementen eine attraktive Atmosphäre geschaffen hatte. Ebenfalls gute Rückmeldungen hatte es nach dem Brandschutzseminar in der Ahrakademie gegeben. Gut angekommen war ein von der BBS angebotener Praxisworkshop in einem befreundeten Betrieb für Auszubildende im dritten Lehrjahr. Teils kontrovers diskutiert wurde die Frage nach dem Sinn dreiwöchiger Auslandspraktika für Auszubildende. Sie böten Jugendlichen gute Vergleichsmöglichkeiten zwischen der Ausbildung hier und in anderen Ländern, hieß es einerseits.

Andererseits wurde gemutmaßt, die Aufenthalte könnten als Urlaub aufgefasst werden.Um E-Mobilität und Montage von Ladesäulen drehten sich die Themen bei der Landesverbandstagung in Gießen, führte Müller aus. Bei dem Aufgabengebiet sei eine Partnerschaft mit dem ADAC angestrebt, es soll einen neuen Ausbildungsberuf zum Elektroniker Fachrichtung Systemintegration geben.

Sven Ehlermann ist neuer stellvertretenden Obermeister

Insgesamt sind bei der Innung für die Spezialisierung neue Sparten eingeführt worden wie Elektroniker für Gebäudesystemintegration, Informationselektriker, Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik. Für letzteren sollen allerdings höhere Anforderungen gelten.Nach dem Ausscheiden von Christoph Koll war die Wahl eines neuen stellvertretenden Obermeisters in der Innung erforderlich. Einstimmig gewählt wurde Sven Ehlermann.

Zum stellvertretenden Delegierten bei der Kreishandwerkerschaft wurde Wolfgang Dresen gewählt, Delegierter zum Fachverband ist jetzt TimoPaetz, der zusammen mit Klaus Krämer auch zum Beisitzer im Vorstand bestimmt wurde. Krämer ist auch Meisterbeisitzer im Prüfungsausschuss. Mit einer Urkunde der Elektroinnung Ahrweiler wurde Manfred Krupp für 40 Jahre Berufstätigkeit ausgezeichnet.

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