Weltkindertag: Demo für die Rechte der Kinder in Altenahr

Weltkindertag : Demo für die Rechte der Kinder in Altenahr

Das Jugendbüro und der Kulturverein bringen am Weltkindertag den Nachwuchs in Altenahr auf die Straße. Kinder aus Tagesstätten und Schulen in der Verbandsgemeinde Altenahr fordern mehr Rücksicht auf die Natur.

"Wir Kinder haben Rechte, unsre Träume, sie verändern die Welt" und "Die Welt ist Dein Zuhaus" schmetterten die Jungen und Mädchen gestern am Altenahrer Ahrufer. Einige hundert Kinder aus Tagesstätten und Schulen in der Verbandsgemeinde Altenahr hatten sich zum traditionellen Weltkindertag zusammengefunden, wie es in Altenahr Tradition ist. "Gleiches Recht für alle - Rücksicht auf Leben und Umwelt" hieß das Thema in diesem Jahr. Damit befanden sich die Kleinen aus der Verbandsgemeinde ganz nah bei den Teilnehmern der Fridays-for-Future-Demos im ganzen Land. Die Altenahrer zeigten sich in Schulen und Kitas gut vorbereitet und stellten Ergebnisse ihrer Arbeit vor.

"Wir haben ein Recht darauf, dass überall auf der Welt Rücksicht auf die Natur genommen wird", hieß es etwa von der 4a der Grundschule Dernau. Kinder der Grundschule Ahrbrück stellten das Projekt "Die gelben Füße" vor. Dabei wird der Schulweg durch auf den Bürgersteig geklebte gelbe Füße markiert. So sollen die Kleinen sicherer zu Fuß zur Schule kommen und auf den Autotransport durch Eltern verzichten können.

Die Kita Wibbelstätz hatte sich mit Verpackungen befasst und festgestellt, dass Äpfel und Kartoffeln unverpackt verkauft werden können. Die Vischeltalschule wollte Obstbäume pflanzen. Die Kleinen von der Kita Sankt Josef hatten sich mit Insekten befasst und stellten fest: "Die Menschen sind wichtig, damit sie auf die Umwelt aufpassen." Die jungen Kalenborner wollten Achtgeben auf Tiere und Pflanzen. Die Grundschule Dernau berichtete vom Insektennistkasten auf ihrem Schulhof als Winterquartier für die Krabbeltiere. "Jeder hinterlässt seinen Abdruck auf der Welt, achte auf deinen", hieß es nachdrücklich von der Kita Freisheim, und die Grundschule Altenahr hatte Blumen für Bienen und Schmetterlinge angepflanzt.

Verbandsbürgermeisterin Cornelia Weigand ist Biologin und war damit genau richtig inmitten der um die Natur bemühten Kinderschar. Sie freute sich über deren Begeisterung.

"Wie heil unsere Umwelt ist, das wirkt sich auf unser Leben aus", stellte sie die Zusammenhänge dar. Wo Umwelt und Leben nicht intakt seien, da seien Menschen auf der Flucht. Die jungen Altenahrer seien Teil einer Bewegung, die auf der ganzen Welt für das Recht auf gesunde Umwelt werbe. Weigand sprach auch über den Nutzen von Würmern, Spinnen und Mücken für die Natur. "Ich wünsche mir für euch, dass ihr in einer Umgebung voller Pflanzen aufwachst und dass das Wetter nicht immer unberechenbarer wird", sagte Cornelia Weigand.

Vor der Demo am Ahrufer hatten sich die Kinder zu einem "Schöpfungsgottesdienst" an der Jugendherberge mit Pfarrerin Claudia Rössling-Marenbach und Pfarrer Volker Dupont versammelt. Von dort waren sie am Ahrufer entlang bis zur Wiese an der Ahr in Altenahr gezogen, allen voran rollte eine große blaue Weltkugel. Und freilich erklang das Lied: "Auf dieser schönen blauen Kugel, da sind wir Zuhaus". Organisiert hatte das Jugendbüro Altenahr den Tag der Kinderrechte, unterstützt vom Kulturverein Mittelahr.

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