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Weinbau im Ahrtal: Ahr-Winzer wegen Nachtfrost in Angst

Weinbau im Ahrtal : Ahr-Winzer wegen Nachtfrost in Angst

Noch gibt es keine konkreten Ergebnisse, doch der Nachfrost von minus drei Grad in Ahrweiler bis minus vier Grad in Mayschoß hat den austreibenden Reben in den Wingerten nicht gut getan.

Den Grund nennt das Deutsche Weininstitut: "Temperaturen über 20 Grad sorgten in diesem Frühjahr für einen rund drei Wochen früheren Rebaustrieb. Schon ab minus ein Grad kann es kritisch werden für die Reben."

"Nicht nur der Frost ist das Problem, auch die Sonne, die heute Morgen brennt. Denn das Wasser in den Adern der Triebe ist gefroren, und wenn das plötzlich auftaut, dann platzen die Adern, die Triebe sterben", sagte Ahr-Winzerpräsident Hubert Pauly dem General-Anzeiger. Aus Weinlagen in Ehlingen seien ihm bereits die ersten Brandschäden gemeldet worden. Und. "Die Kollegen von der Mosel haben schon in der Nacht zuvor einen abgekriegt."

"Ich befürchte das Schlimmste", sagt Marc Adeneuer vom Weingut J.J. Adeneuer in Ahrweiler. Genaues könne jedoch erst in ein paar Stunden gesagt werden. Dann seien die Schäden erkennbar. Sein Kollege Otger Schell, Winzer aus Rech, zögert noch, in den Weinberg zu fahren. "Ich trau mich nicht", sagte er dem General-Anzeiger. "Das ist so, als ob Du ein nagelneues Auto kaufst und weißt, das Dir gleich einer reinfährt."