Adelgunde Kontakis

Neue Schulleiterin für Berufsbildende Schule des Kreises Ahrweiler

Jetzt ist es amtlich: Landrat Jürgen Pföhler und Regierungsschuldirektor Hubertus Bialas (r.) gratulieren Adelgunde Kontakis.

Jetzt ist es amtlich: Landrat Jürgen Pföhler und Regierungsschuldirektor Hubertus Bialas (r.) gratulieren Adelgunde Kontakis.

BAD NEUENAHR. Adelgunde Kontakis ist die neue Schulleiterin der Berufsbildenden Schule (BBS) des Kreises. Die gebürtige Dernauerin startete ihre Karriere als Lehrerin für Sozialkunde, Wirtschaftslehre und Nahrungstechnik vor 36 Jahren genau dort.

Und schon seit 1999 vertrat Adelgunde Kontakis Schulleiter Hans Werner Rieck, nach seiner Verabschiedung vor einem Jahr trat die 59-Jährige kommissarisch in seine Fußstapfen. Doch die Frau, die schon Jahrzehnte den dualen Partnern aus Handwerk, Industrie und Handel als kompetenter Gesprächspartner, Sympathieträger und „das BBS-Gesicht“ begegnet, hat eine hochoffizielle Amtseinführung mit großem Bahnhof in der Sporthalle verdient.

Gerade zur Oberstudiendirektorin befördert, freute sich „Gundi“ an der Seite ihres Mannes Nikos über ein großes musikalisches Programm ebenso wie über Ansprachen und Grußworte, die allseits die große Wertschätzung, die die neue Schulleiterin genießt, zum Ausdruck brachten. Nach der Begrüßung durch ihren Stellvertreter Klaus Müller, der gleich zum 22. Berufsinfomarkt am 17. Februar einlud, war es an Landrat Jürgen Pföhler, die Bedeutung der BBS als größte der 13 Kreisschulen mit 2700 Schülern und 140 Lehrern hervorzuheben. Schon seit 2006 kann die allgemeine Hochschulreife erworben werden, seit 2010 ist das Berufliche Gymnasium (Fachrichtung Technik) etabliert, 2016 kam die Fachrichtung Wirtschaft hinzu. „Durch die Berufsbezogenheit besitzt der Abschluss hohe Akzeptanz in den Unternehmen“, so Pföhler.

Mit der Ernennungsurkunde des Landes trat der Leitende Regierungsschuldirektor der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Hubertus Bialas, ans Mikro. Er lobte die ehemalige Calvarienberg-Abiturientin dafür, dass ihr stets der Spagat zwischen ministerieller Vorgaben und Wünschen der Schule gelungen sei. Im Team der „Spielertrainer“ hieß sie Gerald Charlier, Sprecher der Schulleiter-AG von Kreisstadt und Grafschaft, willkommen und bot bei „verschossenen Elfmetern“ die Analysefähigkeit der Kollegen an. „Es ändert sich an der BBS nichts, daher sehen wir den heutigen Tag als Würdigung Ihrer bisher geleisteten Arbeit“, fand Carsten Müller, Charliers' Pendant auf ADD-Ebene. Auch Kreishandwerksmeister Frank Wershofen bedankte sich für das hervorragende Miteinander: „Unser duales System ist im Vormarsch und findet weltweit Beachtung.“ Ein Rieck-Wershofen-Ritual wird sich auch mit Kontakis fortsetzen. Bei jeder Begegnung wird auch künftig ein chinesisches Sprichwort ausgetauscht. Diesmal: „Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis ans Ende seiner Tage.“

Bernd Greulich, Regionalgeschäftsführer der IHK Koblenz, hob in seinem Grußwort die enge Verbundenheit mit der BBS hervor, aber auch die Besonderheiten im Kreis wie Berufsinfomarkt, Ausbilder-Arbeitskreise und Schulpartnerschaften. Nachdem Moderator Michael Sauer-Beus auch Eltern- und Schülersprecher sowie den Vorsitzenden des Personalrates auf die Bühne gebeten hatte, kam die Hauptperson des Tages zu Wort.

„Keine Schulart hat sich in den letzten 30 Jahren so stark mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen weiterentwickelt, wie die der BBS. Es ist im Job keine Mikrospezialisierung gefragt, sondern die Vorbereitung auf eine unübersichtliche Welt, die viele Fähigkeiten verlangt. Die Zukunftsaufgaben lösen wir nicht mit inbrünstig klagender Redseligkeit, die das Handeln ersetzt, sondern durch intensive Zusammenarbeit mit unseren Partnern“, dankte Kontakis den Weggefährten.