Unfallbilanz

Mehr Verletzte auf den Straßen im Ahrkreis

Unfall auf der Rotweinstraße.

Unfall auf der Rotweinstraße.

AHRKREIS. Polizeiinspektion Ahrweiler legt ihre Jahresstatistik für 2018 vor. Insgesamt 2004 Unfälle wurden registriert - mehr als im letzten Jahr.

Im vergangenen Jahr wurden der Polizeiinspektion in Ahrweiler insgesamt 2004 Verkehrsunfälle gemeldet. Das sind 79 mehr als 2017 und immerhin 165 mehr als im Fünfjahresschnitt. Bei den von der Polizei aufgenommenen Kollisionen wurden 229 Personen leicht verletzt. Das entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahr von rund zehn Prozent. Auch die Zahl der Schwerverletzten stieg an: 44 Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Tote gab es indes auf den Straßen nicht. Das geht aus dem Verkehrslagebild der Polizeiinspektion (PI) Ahrweiler hervor, die der Inspektionsleiter, Gerhard Engel jetzt vorlegte.

„Die erhöhten Unfallzahlen gehen zum Teil auf die Umleitungsstrecke anlässlich des Ausbaus der Ortsumgehung zurück“, so Engel. Gerade am „Tiefkreisel an den Ulmen“ habe es im Bereich der Zufahrten viele Auffahr- und Vorfahrtsunfälle gegeben. Nach Eröffnung der Ortsumgehung seien die Unfallzahlen spürbar gesunken.

Die PI der Kreisstadt ist zuständig für das Stadtgebiet, die Grafschaft, Schalkenbach und Königsfeld sowie die Ortsgemeinden Altenahr, Mayschoß, Rech, Dernau, Kalenborn und Berg in der Verbandsgemeinde Altenahr. Die Hauptunfallursache war 2018 mit 890 Fällen „nicht ausreichender Sicherheitsabstand“. 428 Mal kam es zu Fehlern beim Wenden oder Rückwärtsfahren, und 157 Unfälle konnten auf eine nicht angepasste Geschwindigkeit zurückgeführt werden.

Unfallflucht, Alkohol am Steuer, Verletzte

Unfallfluchten wurden 447 Mal (2017: 431) registriert. In 38 Prozent der Fälle konnte der Flüchtende ermittelt werden. Bei 24 Unfällen standen Fahrzeugführer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Bei diesen Unfällen wurden fünf Menschen schwer und zehn leicht verletzt. Die Zahl der Unfälle mit Kindern schwankt seit 2014 zwischen 15 und 22. 2018 gab es 25 Unfälle mit Kindern. Ein Kind wurde dabei schwer verletzt. Jugendliche und junge Fahrer waren an 400 Unfällen (2017: 407) beteiligt. 280 Mal traf die jungen Fahrer die Hauptschuld, 46 Mal wegen zu schnellem Fahren.

Die Zahl der „Seniorenunfälle“ ist von 493 auf 497 leicht gestiegen. In 353 Fällen hatten sie den Unfall selbst verursacht. Oftmals als Autofahrer, häufig auch als Radfahrer. Bei 75 Motorradunfällen(2017: 54) verzeichnete die Polizei 57 Verletzte, 18 davon schwer. Zu hohe Geschwindigkeit der Motorradfahrer war 24 Mal die Unfallursache. Fahrradfahrer waren 59 Mal in Schadensfälle verwickelt.

„Im ganzen Jahr haben wir 68 alkoholisierte Fahrer aufgegriffen. 108 standen unter dem Einfluss von Drogen“, so Engel zur Kontrollstatistik. Das Entdeckungsrisiko in diesen Fällen sei gestiegen. Engel: „Unsere Beamten wurden im Erkennen von Drogen im Straßenverkehr intensiv geschult. Dies wird vermutlich von den jüngeren Fahrern weiterhin unterschätzt.“

Sonstige polizeiliche Statistiken

23 Bußgelder und 264 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld waren die Folge von Geschwindigkeitskontrollen. In 446 Fällen wurde gegen die Helm- und Gurtpflicht verstoßen. Wegen technischer Mängel, Nichtmitführen von Ausweisen und Ausrüstungsgegenständen erhielten 680 Personen einen Mängelbericht.

„In der Summe haben wir 3014 Maßnahmen zur Verkehrsunfallbekämpfung getroffen. Daraus wurden 403 Straf- und 541 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet“ fasste der Inspektionsleiter die Statistik für 2018 zusammen.