Abwasserkosten in der Grafschaft

Gute Nachricht für die Bürger : Abwasser- und Wassergebühren in der Grafschaft bleiben stabil

Die Preise für Wasser und Abwasser in der Gemeinde Grafschaft bleiben konstant. Der Gemeinderat muss allerdings den Plänen der Wasserbetriebe noch zustimmen. 2020 stehen zudem Investitionen an.

Gute Nachricht für die Bürger der Grafschaft: Die Gebühren für Wasser und Abwasser bleiben auch im kommenden Jahr konstant. Die Werksausschüsse für Wasser und Abwasser stimmten den Wirtschaftsplänen der beiden Eigenbetriebe zu, die noch vom Gemeinderat abgesegnet werden müssen. Und das, obwohl beide Zahlenwerke mit deutlichen Verlusten abschließen, die jedoch aus den üppig vorhandenen Rücklagen gedeckt werden sollen.

Das Abwasserwerk beschließt das Wirtschaftsjahr 2020 voraussichtlich mit einem Verlust in Höhe von 212 691 Euro, was in etwa auch dem geplanten Jahresverlust von 2019 entspricht. In dem Etat sind Investitionen in Höhe von gut einer Million Euro vorgesehen, wobei die Finanzierung ohne Kreditaufnahme erfolgen soll. Die Abwassergebühren sollen vorerst unverändert bleiben, um die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Vorbehandlungsanlage abzuwarten, mit der aus den Produktionsabwässern von Haribo Energie erzeugt werden soll.

Steigerung der Umsatzerlöse angekündigt

Außerdem habe man erstmals die Betriebsführungskosten für die Regionalwerke Grafschaft berücksichtigt, so Geschäftsführer Torsten Ohlert vom Betriebsführer Remondis Eurawasser. Die Betriebsführung beider Werke geht zum Jahreswechsel auf die neu gegründeten Regionalwerke Grafschaft GmbH über, an der die Gemeinde Grafschaft zu 51 und der bisherige Betriebsführer Remondis zu 49 Prozent beteiligt sind. Die Umsatzerlöse sollen zwar um 450.000 Euro auf 2,5 Millionen Euro steigen. Da aber gleichzeitig die Ausgaben um 420.000 Euro zunehmen, wächst der Rohertrag nur um 30.000 Euro auf gut 1,4 Millionen Euro an. Nach Abzug der Abschreibungen von 1,2 Millionen Euro und der Kosten für Betriebsführung und Verwaltung bleibt das Abwasserwerk auf einem Fehlbetrag von knapp 213.000 Euro sitzen.

An Investitionen geplant ist unter anderem die Erschließung des Baugebietes „Im Kreuzfeld II“ in Ringen. Die Erschließungsarbeiten selbst sind zwar erst für das Jahr 2021 vorgesehen, aber schon 2020 wurden anteilige Planungskosten berücksichtigt. Die Erweiterung der elektrotechnischen Ausrüstungssteuerung des Regenrückhaltebeckens II im Innovationspark Rheinland soll 190 000 Euro kosten. Das Becken soll mit einer Füllstandsmessung, einer Datenfernübertragung sowie einem elektrisch bedienbaren Drosselschieber ausgerüstet werden.

Das Wirtschaftsjahr 2020 wird der Eigenbetrieb Wasser voraussichtlich mit einem Verlust in Höhe von rund 55.000 Euro abschließen, erläuterte Ohlert weiter. Dabei seien Investitionen in Höhe von 1,5 Millionen Euro geplant, die in gleicher Höhe mit Krediten finanziert werden sollen. Zur weiteren Erhöhung der Versorgungssicherheit seien darüber hinaus erhebliche Beträge zur Herstellung von Transportleitungen vorgesehen. Hier sollen unter anderem 380.000 Euro in die Erneuerung des Pumpwerks Fritzdorf investiert werden.