Die ersten Flächen sind gerodet: 90 neue Bauplätze in Heppingen

Die ersten Flächen sind gerodet : 90 neue Bauplätze in Heppingen

Am Projekt „Landskroner Straße-Süd“ haben die ersten Arbeiten begonnen.

Der Startschuss für die Erschließungsarbeiten im östlichen Bereich des Stadtteils Heppingen, wo rund 90 Bauplätze geplant sind, steht unmittelbar bevor. Jetzt beginnt diese Baumaßnahme, die der Stadtrat am 30. November 2015 unter dem Titel „Erstmalige Herstellung der Straßen im Bebauungsplangebiet Landskroner Straße-Süd“ auf den Weg gebracht hat. Auf der Fläche, die in Richtung Ahrtalbahn liegt, sind schon vorbereitende Maßnahmen durchgeführt worden, wozu auch die Landschaftsbauarbeiten im vergangenen Herbst zählen. Zudem wurden im Februar bereits die künftigen Verkehrsflächen gerodet. „Doch erst jetzt geht es richtig los“, sagt Jens Heckenbach. „Als erster Schritt wird zunächst die Baustelle eingerichtet.“ Der städtische Abteilungsleiter für Tiefbau und Betriebshof, der für dieses Projekt zuständig ist, rechnet ab dann alleine für Kanal und Straße mit einer Bauzeit von rund zwei Jahren.

Das neue Baugebiet wird über eine Einmündung mit Linksabbiegerspur von der Landskroner Straße aus erschlossen. Zudem wird dort für die Fußgänger eine Querungshilfe eingebaut. „Mit dieser einzigen Zufahrt kann für das Neubaugebiet jeglicher Durchgangsverkehr ausgeschlossen werden“, erläutert Heckenbach. Parallel zur Strecke der Ahrtalbahn entsteht ein zusätzlicher Stichweg, der von der Martinusstraße aus erschlossen wird. Vom Pantaleonsplatz verläuft in südliche Richtung außerdem ein Fuß- und Radweg, der am Wirtschaftsweg neben der Bahnstrecke endet.

Um „ein Gefühl für die Größe der Maßnahme zu bekommen“ nennt Heckenbach auch Zahlen. So werden 1285 Meter Straße und 14 öffentliche Parkplätze erstmalig hergestellt. Gemäß den Planungen werden im Straßenraum 1770 Quadratmeter asphaltiert und auf 6570 Quadratmetern Pflaster verlegt. Insgesamt ergibt sich also eine Fläche von 8340 Quadratmetern. Die Breite der Verkehrsflächen variiert zwischen sechs und 8,50 Metern, der Stichweg zur Martinusstraße wird 4,75 Meter breit werden.

Ebenfalls Teil der Baumaßnahme sind fünf Baumscheiben mit Säulen-Hainbuchen und insgesamt 33 neue Straßenleuchten. Das Auftragsvolumen für die Tiefbauarbeiten im Zuge des Straßenbaus beträgt 879 110 Euro. Die Entsorgung der Abwässer erfolgt über Rohrleitungen mit Kontrollschächten im Trennsystem. Für die Versorgung der Grundstücke werden Leitungen für Wasser und Gas sowie Stromleitungen und Glasfaserleitungen verlegt. Gemäß Ausschreibung entstehen für den Kanal-, Wasser- und Gasleitungsbau Kosten von 878 511 Euro. Hinzu kommen die Kosten für das Verlegen der Wasserrohre in Höhe von 62 774 Euro.

Sieben Hektar ist das neu zu erschließende Baugebiet groß. Bauland für Familien und im südlichen Bereich Mischgebiet. Die Stadt selbst wird zudem als Verkäufer von Grundstücken auftreten und kann somit auch auf diese Weise ordnend eingreifen. So sind von den 90 Baugrundstücken, die im Bebauungsplangebiet entstehen, 15 in städtischer Hand. Acht davon werden als Wohnbaugrundstücke, die übrigen sieben als Mischbaugrundstücke, auch für gewerbliche Zwecke, auf den Markt gebracht. Ab etwa Frühjahr 2017 können diese städtischen Grundstücke angeboten werden. „Junge Familien sollen dort die Chance auf ein Eigenheim bekommen“, sagte Bürgermeister Guido Orthen.