Fall Louise Kerton: 125 Hinweise nach "Aktenzeichen XY"

Fall Louise Kerton : 125 Hinweise nach "Aktenzeichen XY"

Zahlreiche Anrufer im Fall Louise Kerton - Noch keine konkrete Spur - Angehende Krankenschwester hatte sich zuletzt in Swisttal-Straßfeld aufgehalten

125 Hinweise sind bis Sonntag im Fall der vermissten Britin Louise Kerton nach der Ausstrahlung in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" am Freitag eingegangen. Die meisten haben sich nach Angaben der zuständigen Kripo Aachen auf Fotos mit unbekannten älteren Personen bezogen, die in der Sendung gezeigt wurden.

Kerton, die am 30. Juli 2001 verschwunden war, als sie mit dem Zug von Aachen nach Ostende fahren wollte ( der GA berichtete), hatte ihren Fotoapparat in Swisttal-Straßfeld gelassen, wo sie ihre angehenden Schwiegereltern besuchte.

Auf dem Film gab es eine Vielzahl von Fotos, die nach Ermittlungen der Polizei im Raum Bad Zwischenahn in Niedersachsen gemacht wurden, wie Hauptkommissar Norbert Franken in der Sendung erläuterte. "Wir wissen nicht genau, was sie in den sechs Wochen in Straßfeld gemacht hat."

Nach dem Beitrag stand das Telefon beim ZDF nicht mehr still, die bei weitem meisten Hinweise aller Anrufer zu den gezeigten Fällen bezogen sich auf das mysteriöse Verschwinden der 24-jährigen Engländerin. Bis zur XY-Spätsendung am Freitagabend stand bereits fest, dass ein Foto mit älteren Leuten in der Gemeinde Neuharlingerseel entstanden war.

Bis Sonntag sei die Identität mehrerer der Dargestellten geklärt und einige bereits angehört worden, so die Aachener Polizei. Es habe jedoch zunächst keine konkreten Hinweise auf den Aufenthaltsort der Vermissten gegeben. Viele Angaben müssten weiter verfolgt werden. Es ist eine Belohnung von 1 500 Euro ausgesetzt, Hinweise unter (02 41) 95 77 0.