Großeinsatz auf der Grafschaft: Rauchmelder weckte Bewohner

Großeinsatz auf der Grafschaft : Rauchmelder weckte Bewohner

Haus in Bölingen ist nicht mehr bewohnbar. Brand zerstörte in der Nacht zum Freitag den Dachstuhl.150 000 Euro Schaden.

Nicht mehr bewohnbar ist ein Haus an der Bölinger Elligstraße, dessen Dachstuhl in der Nacht zum Freitag nahezu komplett abgebrannt ist. Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen.

Die Alarmierung der Grafschafter Feuerwehr erfolgte um 2.03 Uhr durch die Einsatzleitstelle Koblenz, nachdem der Hausbewohner selbst den Notruf getätigt hatte. Der Mann war vom lauten Piepen eines Rauchmelders geweckt worden und hatte sich ins Freie retten können.

„Die Kinder, die sonst im Obergeschoss schlafen, waren in dieser Nacht zum Glück nicht zu Hause“, berichtete Bürgermeister Achim Juchem, der noch in der Nacht zur Einsatzstelle gekommen war. Die Gemeinde habe vorerst keine Hilfe anbieten müssen, da die Familie bei Verwandten in Bölingen untergekommen sei und dort versorgt werde. Dieter Hilberath, stellvertretender Wehrleiter der Gemeinde Grafschaft, hatte den nächtlichen Einsatz geleitet. „Nach der Alarmierung durch die Leitstelle ist zunächst die Einheit der Mittleren Grafschaft ausgerückt“, sagte er am Morgen zum GA, während Wehrleute immer noch auf Brandwache waren und vereinzelte Glutnester ablöschen mussten. Die Löschgruppen Bengen und Vettelhoven seien als Verstärkung nachalarmiert worden. Die Brandbekämpfung habe im Innenangriff durch einen Trupp unter schwerem Atemschutz stattgefunden, der Außenangriff sei über die in Ringen stationierte Drehleiter erfolgt. Hilberath: „Gegen 2.30 Uhr hatten wir das Feuer unter Kontrolle, 'Feuer aus' wurde um 3.16 Uhr gemeldet.“ Insgesamt waren 28 Wehrleute der Grafschaft mit neun Fahrzeugen zum Einsatz ausgerückt.

Die Brandermittler der Kriminalpolizei Mayen hatten am Morgen die Ermittlungen aufgenommen. Achim Rosenberg von der Kripo: „Die Ermittlungen führten dazu, dass zum derzeitigen Zeitpunkt ein technischer Defekt in der elektrische Anlage des Hauses als vermutliche Ursache der Brandentstehung infrage kommt.“ Den entstandenen Sachschaden beziffern die Beamten aus Mayen mit rund 150 000 Euro.