Bargeldlos einkaufen: Wann bezahle ich wie mit meiner EC-Karte?

Bargeldlos einkaufen : Wann bezahle ich wie mit meiner EC-Karte?

Bezahlen mit PIN, Unterschrift oder Geldkarte - die EC-Karte bietet mehrere Möglichkeiten, bargeldlos zu zahlen. Aber wann muss der Käufer seine PIN eingeben und wann kann er auch per Unterschrift zahlen?

Seit mittlerweile Jahrzehnten ein alltägliches Geschäft - das bargeldlose Zahlen mit EC-Karte. Oft ist aber unklar, wann per PIN, per Unterschrift oder kontaktlos gezahlt werden kann. Die Entscheidungsfreiheit liegt hier beim Verkäufer. Dieser sollte sich bei der Auswahl seiner Bezahlmöglichkeiten über die Vorteile und Risiken bewusst sein.

Zahlen mit PIN

In vielen Läden muss der Kunde an der Kasse beim Bezahlen mit seiner EC-Karte die Geheimzahl oder die PIN (Persönliche Identifikations-Nummer) eingeben. Anschließend wird automatisch die Deckung des Kontos geprüft und danach der jeweilige Betrag direkt auf diesem zur Abbuchung reserviert. Dieser bargeldlose Geldtransfer ist für den Kunden bindend und kann von seiner Seite aus nicht wieder rückgängig gemacht werden.

Diese Methode ist für den Ladeninhaber die sicherste. So hat er die Gewissheit der beauftragten Bank, dass er in jedem Fall das Geld in voller Höhe erhält. Es gibt bei dieser Zahlungsmethode allerdings eine Einschränkung: Jede Bank vereinbart mit ihren Kunden ein Überweisungslimit pro Tag. Ist dieses ausgeschöpft, wird das Geld erst am folgenden Tag von der Bank reserviert. Die Höhe dieses Limits unterscheidet sich von Bank zu Bank. Zusätzlich muss der Händler 0,2 Prozent des Kaufpreises an die Bank abgeben.

Karte und Unterschrift

Eine andere oft genutzte Variante ist die Leistung der Unterschrift, nachdem der Käufer die Karte als Zahlungmittel verwendet hat. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine gewöhnliche Überweisung nach den Euro-Bezahl-Richtlinien nach SEPA (Single Euro Payments Area).

Hier muss sich der Ladenbesitzer darüber im Klaren sein, dass die Belastung des Kontos dabei nicht sofort reserviert wird. Der Kunde hat sogar die Möglichkeit, die Lastschrift innerhalb von acht Wochen per Widerspruch rückgängig zu machen. Der Händler hat also bis zum Ablauf dieser Frist keine Garantie seitens der Bank auf den geforderten Betrag. Der Vorteil dieser Zahlungsmethode: Es gibt keine Betragsgrenzen wie bei der PIN-Variante.

NFC-System - Bezahlen durch Funkübertragung

Diese noch recht neue Möglichkeit wird auch "kontaktloses Bezahlen" genannt und ist in den Läden noch nicht so weit verbreitet. Mit dem sogenannten "NFC-System" muss die EC-Karte lediglich an ein Lesegerät des Händlers gehalten werden, um die entsprechenden Daten des Zahlvorgangs auszutauschen. Bestätigt wird dies mit einem Piepton.

Bei Beträgen bis 25 Euro bedarf es keinerlei weiterer Aktionen. Ab 25 Euro muss wie bei Variante eins die PIN eingegeben oder wie bei Variante zwei eine Unterschrift geleistet werden. Dann gelten sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer die selben Bedingungen wie bei den oberen Methoden.

Geldkarte

Eine Sonderfunktion der EC-Karte sieht die sogenannte "Geldkarte" vor. Dazu muss am Bankschalter oder Geldautomat ein gewünschter Betrag auf den Chip der EC-Karte geladen werden - möglich ist allerdings nur ein Maximalbetrag in Höhe von 200 Euro. Mit aufgeladener Geldkarte sind dann bargeldlose Zahlungen ohne PIN oder Unterschrift bis zur Höhe des geladenen Betrages möglich. Bezahlen kann man überall dort, wo ein Geldkarten-Hinweis in den Geschäften angebracht ist. Allerdings ist diese Methode nicht sehr verbreitet. Zudem ist mit einem entsprechenden Lesegerät (im Handel erhältlich) auch einkaufen und bezahlen übers Internet möglich.

Warum kann das Zahlverfahren im gleichen Laden unterschiedlich sein?

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