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Clevere Heimtiere: Ratten lieben Versteckspiel

Clevere Heimtiere : Ratten lieben Versteckspiel

Wer auf der Suche nach einem intelligenten, sozialen und verspielten Kleintier ist, könnte es mal mit Ratten versuchen. Sicher nichts für jedermann, aber die Kleintiere versprechen viel Abwechslung.

Kann man mit Ratten Verstecken spielen? Das geht, fanden Forscher der Humboldt Universität zu Berlin (HU) heraus. Über Ergebnisse einer entsprechenden Studie von 2019 der Tierphysiologen berichtet der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Demnach sind die kleinen Heimtiere offenbar in der Lage, sehr schnell eine Mensch-Tier-Version des Versteckspiels zu lernen und können mühelos zwischen den beiden Rollen - Verstecken und Suchen - wechseln. Das eröffnet Rattenhaltern ganz neue Möglichkeiten, sich mit ihren Tieren zu beschäftigen.

Kitzeln empfindet die Ratte als Belohnung

Für die Versuche wurde die Ratte in eine Kiste gesetzt. Kam der Deckel drauf, versteckte sie sich. Sobald sich der Deckel ferngesteuert öffnet, begann die Ratte zu suchen. Hatte sie die Person gefunden, wurde sie zur Belohnung ein wenig gekitzelt - was Ratten scheinbar sehr mögen.

Auch umgekehrt funktioniert das Spiel. Ohne Deckel auf der Kiste übernimmt die Ratte den Job des Versteckens. Sobald sie gefunden wurde, gab es ein Kitzeln als Belohnung. Die Ratten lernten das Spiel schnell und entwickelten sowohl beim Verstecken als auch beim Suchen ausgeklügelte Strategien. Sie quiekten regelrecht vor Freude, wenn sie ihre Person gefunden hatten. Wenn sie sich versteckten, waren sie hingegen sehr still.

Die Forscher ermuntern Rattenhalter und solche, die es werden wollen, den verspielten Ansatz ruhig zu Hause auszuprobieren. Das trage zur Stärkung der Bindung zwischen den intelligenten Kleintieren und dem Halter bei.

© dpa-infocom, dpa:200625-99-565448/2

Link zur Studie

Presseinfo HU Berlin

Presseinfo IVH

(dpa)