Mein Hund humpelt

Tierärzte geben Tipps für unsere Leser: Diesmal Dr. Ansgar Waldmann aus Bonn, der erklärt, wann Probleme beim Laufen des Tieres besser von einem Tierarzt abgeklärt werden sollten.

E gibt verschiedene Gründe, warum ein Hund humpelt. Vielleicht hat das Tier kurz vorher getobt und sich dabei verletzt. Wenn der betroffene Bereich anschwillt und der Hund das Bein zunehmend entlastet, sollte sich das ein Tierarzt ansehen.

Auch eine beginnende Arthrose führt zu vermehrten Schmerzen beim Laufen. Die Gassirunden werden kürzer und das Aufstehen zunehmend schwerer. Dann ist es ebenfalls Zeit, sich Rat zu holen und mit eventuellen Schmerzmedikamenten dem Tier zu helfen. Denn, auch wenn der Hund nicht jault und jammert, hat er dennoch Schmerzen. Schonhaltungen sind immer ein sicheres Zeichen dafür.

Vor allem bei kleinen Hunderassen gibt es noch ein besonderes Phänomen: die Patella-Luxation. Dabei springt die Kniescheibe aus ihrer knöchernen Führungsschiene. Das verursacht Schmerzen. Der Hund wird dann vermutlich kurz humpeln oder eine Bewegung machen, die aussieht, als würde er das Bein ausschütteln.

Damit versucht er, die Kniescheibe wieder an Ort und Stelle zu bringen. Das klappt in den meisten Fällen auch. Wenn dies sehr häufig passiert und das Tier kaum mehr laufen kann, sollte das abgeklärt und behandelt werden. Gelegentlich kommt man um eine Operation nicht herum. Nach der Heilungszeit läuft der Hund jedoch wieder einwandfrei und ohne Schmerzen.

Info: Jede Woche geben Tierärzte aus Bonn und der Region hier Rat zu Themen rund um das Tier. Diesmal die Praxis für Kleintiere, Dr. Ansgar Waldmann, www.tierarzt-bonn.de, Franz-Lohe-Straße 6 in Bonn.

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