Kommentar zur Katzenstudie: Mehr als nur Dosenöffner

Kommentar zur Katzenstudie : Mehr als nur Dosenöffner

Katzen gelten als unbestechlich, stolz, unberechenbar, freiheitsliebend, nicht erziehbar und vor allem emotional selbstgenügsam. Soll heißen, die Katze macht sowieso was sie will.

Dem Mythos nach hat der Halter im Ansehen seines Stubentigers bestenfalls den Stand eines notwendigen Dosenöffners. Das stimmt so natürlich nicht. Als überzeugter Katzenhalter weiß man natürlich um die besonderen Charaktereigenschaften seines Tiers und der emotionalen Bindung zu seinem Menschen.

Dem Vierbeiner ist es nicht gleichgültig, wer ihn streichelt, ruft oder das Futter hinstellt. Ihnen ist auch nicht egal, wie und ob man mit ihnen spricht. Sie verstehen uns.

Zu diesem Ergebnis kommen nun auch Forscher aus England. In einer aktuellen Studie der britischen University of Lincoln untersuchten Wissenschaftler die Kommunikation zwischen 24 Hauskatzen und ihren Besitzern.

Dazu mussten sie sich gemeinsam in einer ungewohnten Situation mit fremden Gegenstand aufhalten. Reagierten die Katzenbesitzer darauf gelassen und sprachen beruhigend auf ihr Tier ein, blieb auch das entspannt.

Die Halter, die verbale Sorge und Unsicherheit ausstrahlten, übertrugen dies auch auf die Katze. „79 Prozent der Katzen blickten zwischen ihrem Besitzer und dem Objekt hin und her und passten ihr Verhalten an die emotionale Botschaft an, die der Mensch ausstrahlte“, fassen die Wissenschaftler zusammen.

Nun haben wir Katzenfans endlich die Bestätigung dessen, was wir schon immer gewusst haben. Ja, wir mögen zwar auch Dosenöffner sein – aber wir verstehen uns.

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