GA-Sprechstunde: Entwurmen muss sein!

GA-Sprechstunde : Entwurmen muss sein!

Tierärzte aus Bonn und der Region geben Tipps für unsere Leser. Diesmal: Dr. Sonja Decker aus Bonn

Wie oft soll man sein Tier eigentlich entwurmen? Vier Entwurmungen pro Jahr sind zu empfehlen. Bei besonders hohem Risiko kann sogar eine monatliche Entwurmung sinnvoll und nötig sein. Eine Alternative dazu stellt die regelmäßige Kotuntersuchung auf Würmer im Labor dar. Wichtig dafür ist eine ausreichend große Probe, die über drei Tage hinweg gesammelt werden sollte.

Ganz gleich, ob Welpe oder Senior – grundsätzlich können sich alle Hunde und Katzen mit Würmern anstecken. Abhängig vom Alter, der Haltung und der Ernährung ist das Risiko unterschiedlich hoch. Auch Flöhe können Bandwürmer übertragen. Das Risiko steigt bei Flohbefall, Freilauf, Kontakt zu Artgenossen und wenn das Tier Mäuse frisst. Auch das Füttern mit rohem Fleisch und Innereien erhöht das Risiko. Öfter entwurmt werden sollten auch Zuchttiere sowie Tiere, die an Ausstellungen teilnehmen oder professionell (zum Beispiel als Therapiehund) eingesetzt werden.

Hunde- und Katzenwelpen werden ab der zweiten Lebenswoche in zweiwöchigen Abständen entwurmt. Auch das Muttertier sollte gleichzeitig mit der ersten Behandlung ihrer Jungen behandelt werden.

Zum Entwurmen stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung. Einige Wurmarten sind auch auf den Menschen übertragbar und können schwere Erkrankungen hervorrufen. Bei engem Kontakt mit Kleinkindern oder immungeschwächten Personen ist dies besonders zu beachten. Eine regelmäßige Entwurmung des Tieres schützt also auch den Menschen.

Info: Jede Woche geben Tierärzte aus Bonn und der Region hier Rat zu Themen rund um das Tier. Diesmal die Kleintierpraxis Dr. Sonja Decker, www.tierarzt-puetzchen.de Am Weidenbach 42, in Bonn.

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