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Wenn die Natur den Menschen schützt

Wenn die Natur den Menschen schützt

Wir müssen die Natur schützen! Diese Forderung von Umweltschützern hört man immer wieder. Aber kann man es auch mal andersherum sehen: Die Natur schützt uns. Schließlich versorgt sie uns zum Beispiel mit Nahrung, Stoffen für Kleidung und Energie.

An diesem Freitag ist der Tag der biologischen Vielfalt. Es geht also etwa darum, wie viele verschiedene Arten von Tieren und Pflanzen es auf der Welt gibt. Fachleute warnen, dass es in Zukunft durch den Menschen deutlich weniger werden könnten.

Um das zu verhindern, wollen Umweltschützer auch die Natur nutzen. Was das heißt, kann man an Projekten auf der ganzen Welt sehen. Einige findet man sogar hier bei uns in Deutschland.

An der Ostsee-Küste wurde vor Kurzem ein Deich durchbrochen. Menschen hatten ihn vor längerer Zeit gebaut, um das Gebiet dahinter trockenzulegen. Nun fließt wieder Wasser über die Fläche. Dadurch können sich wieder mehr Moore und Salzwiesen bilden. Das sind Wiesen, die regelmäßig von salzigem Meerwasser überflutet werden.

„Das sind total artenreiche Lebensräume“, sagt eine Expertin. „Und die wollen wir wieder zurückholen.“ Auch den Menschen können diese Gebiete helfen. „Moore und Salzwiesen schützen die umliegenden Gemeinden, weil sie hohe Wellen bremsen und abschwächen, bevor sie den neuen Damm erreichen“, sagt ein Fachmann.

In anderen Ländern gibt es ähnliche Projekte: In Vietnam in Asien zum Beispiel haben Bauern auf ihren Fischfarmen bestimmte Bäume wieder angepflanzt. Diese bieten Tieren Nahrung und Lebensraum. Außerdem sollen Überschwemmungen dadurch nicht so schlimme Folgen haben. In Nepal wurden bestimmte Pflanzen auf Hängen angepflanzt. Sie sollen den Boden verstärken und vor Erdrutschen schützen. Du siehst: Manchmal kann die Natur also auch den Menschen schützen.

(dpa)