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Wasserverschwendung oder notwendiges Übel?: So bewässert man den heimischen Garten sinnvoll und nachhaltig

Wasserverschwendung oder notwendiges Übel? : So bewässert man den heimischen Garten sinnvoll und nachhaltig

Sonniges Wetter, angenehme Temperaturen und wenig Niederschlag. Für viele ambitionierte Hobbygärtner bedeutet die andauernde Trockenheit einen kostspieligen Kampf mit Wasser zum Erhalt der Grünanalgen. Unter der Beachtung einiger Tipps, hilft man nicht nur dem eigenen Geldbeutel.

Schönstes Frühlingswetter und wenige Wolken am Himmel. Eine Kombination, die Menschen ins Grüne zieht und Hobbygärtner vor schwierige Aufgaben stellt. Der Erhalt der eigenen Natur im Garten geht in der Regel nur mit viel Wasser. Das kann besonders bei andauernder Trockenheit schnell ins eigene Geld gehen. Darum sollte man mit Bedacht und nachhaltig bewässern.

„Wir haben im Moment eine mittlere Katastrophe für die Pflanzen. Es wird sehr viel Wasser benötigt, weil es sehr trocken ist“, sagt der technische Leiter der Botanischen Gärten der Universität Bonn, Markus Radscheidt. Nahezu täglich versorgen viele Hobbygärtner daher ihre Pflanzen mit Wasser. „Wir empfehlen eine Bewässerung in den späten Abendstunden. Zwischen 22 und 0 Uhr. Dadurch kommt das Wasser am besten ins Erdreich. Alternativ bieten sich noch die frühen Morgenstunden an“, erklärt Radscheidt.

Gießen in der Mittagssone ist Verschwendung

Trotzdem sieht man immer wieder in einzelnen Gärten, das auch am in den Mittagsstunden beispielsweise der Rasen gesprengt wird. Zu dieser Tageszeit verdunstet das Wasser sehr schnell und kommt nicht in den Boden.

Daher gilt: Lieber weniger gießen, dafür aber durchdringend, so dass das Wasser nicht nur die obersten Schichten, sondern auch die Wurzeln in der Tiefe erreicht. Danach hacken die Gärtner den Boden auf, um Hohlräume im Boden zu zerstören und das Wasser in die Tiefe zu leiten. Gut ist grundsätzlich auch Mulch, das auf die Beete kommt. Es verhindert, dass Gießwasser verdunstet.

Nachhaltigkeit im Umgang mit Wasser

Besonders frisch Ausgesätes braucht gleichmäßig Feuchtigkeit. Daher legt der Hobbygärtner hier am besten nach dem Gießen ein dünnes Vlies zum Schutz vor Austrocknen aus.

Um den Durst der heimischen Pflanzen zu stillen, muss kein Wasser verschwendet werden. „Wer eine Badewanne im Obergeschoss hat, kann das Wasser beispielsweise mit einem Schlauch ansaugen und in den Garten leiten. So wird Wasser doppelt genutzt,“ sagt Radschewidt. Generell ist das Sammeln von Regenwasser für die heimische Bewässerung aber der erste Schritt und hilft beim Wasser sparen.

Aktuell ist die Wahnbachtalsperre, die die Region mit Wasser versorgt, noch gut gefüllt. Der Wasserstand liegt bei über 80 Prozent der Füllmenge. Sollte die Trockenheit wie in den vergangenen Jahren länger andauern, werden Hobbygärtner wieder vor große Herausforderungen gestellt.