Verbrauchertipps: Was sich im Oktober ändert - Kfz-Zulassung, Pflege-TÜV

Kfz-Zulassung, Pflege-TÜV und mehr : Das ändert sich im Oktober für Verbraucher

Das Auto endlich online anmelden? Das geht ab Oktober. Nervige Wartezeiten erspart man sich aber nur bedingt. Dafür gibt es Ende des Monats eine Stunde mehr Schlaf mit Beginn der Winterzeit.

Auto anmelden: So funktioniert die Kfz-Zulassung im Netz

Ab sofort können Autobesitzer die Erstzulassung ihres Wagens oder die Umschreibung auf einen neuen Halter online erledigen. Am 1. Oktober beginnt die dritte Stufe der internetbasierten Kfz-Zulassung, genannt i-Kfz. Allerdings: So simpel, wie dieser neue Zulassungsprozess erstmal klingt, ist er nicht. Was man benötigt und wie es funktioniert, am Beispiel einer Erstzulassung eines neuen Fahrzeugs beschrieben:

Zunächst ist ein Personalausweis mit Onlinefunktion zur Identifizierung notwendig, außerdem ein Lesegerät oder ein Smartphone mit NFC-Chip zur drahtlosen Übertragung der Daten. Im Online-Portal der zuständigen Behörde identifiziert man sich mit dem Ausweis mit PIN und Kartenlesegerät, oder via Smartphone und der AusweisApp 2.

Danach muss bei der Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) der Sicherheitscode freigelegt werden. In die Auftragsmaske im Portal werden nun alle notwendigen Daten wie Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN), Sicherheitscode, Datum der Hauptuntersuchung (HU), eVB-Nummer der Versicherung (elektronische Versicherungsbestätigung) und IBAN des Halters eingetragen. Nun wählt man ein freies Kennzeichen aus, oder gibt ein reserviertes Kennzeichen oder Wunschkennzeichen an.

Die Daten werden vom System automatisch gecheckt, dann zahlt man. Anschließend wird der Antrag von einem Sachbearbeiter geprüft. Per Post kommen dann der Zulassungsbescheid, die Zulassungsbescheinigung Teil I und II sowie die Plaketten für die Kennzeichen. Eine Zeitersparnis hat der Autofahrer also nur bedingt, denn bis die Post mit Brief und Prüfsiegeln ankommt, können zwei bis drei Tage vergehen. Dafür entfällt die Wartezeit in den Behördenräumen.

Im Internet erläutert das Verkehrsministerium die Voraussetzungen, die benötigten Dokumente und Daten sowie den Ablauf beim Onlineantrag für die Stilllegung, die Wiederzulassung, einen Halterwechsel und die Erstzulassung eines Autos. Vor dem 1. Oktober war es im Internet nur möglich, einen Wagen abzumelden oder eine Wiederzulassung im selben Zulassungsbezirk zu beantragen. Wer sein Auto nicht auf dem digitalen Weg anmelden will, kann natürlich weiterhin die Zulassung vor Ort in der zuständigen Behörde erledigen.

ADAC: Neue Kfz-Policen auch für Nichtmitglieder

Der ADAC tritt ab 1. Oktober mit neuen Kfz-Policen an, wie der Autoclub am Donnerstag mitteilte. Das Ziel: Nummer eins unter den 20 Millionen ADAC-Mitgliedern werden, wie Marion Ebentheuer, Chefin der ADAC Versicherung AG, sagte. Verkauft werden die ADAC-Policen aber auch an Nichtmitglieder. Alljährlich im Herbst wechseln Autofahrer auf der Suche nach einem billigeren Tarif ihre Kfz-Versicherung.

Bisher ist die große Mehrheit der ADAC-Mitglieder nicht beim Autoclub versichert. Ende 2018 waren es etwa 650 000 Verträge, die der ADAC in Zusammenarbeit mit dem früheren Partner Zurich verkauft hatte. Entwickelt wurden die ADAC-Policen von der Allianz, die angebotenen Leistungen sind nach Angaben beider Unternehmen zwar ähnlich, aber nicht identisch.

Zeitumstellung: Eine Stunde mehr dank Winterzeit

Mindestens einmal noch werden die Uhren von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt. In der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober wird aus 3 Uhr 2 Uhr - und jeder darf eine Stunde mehr im Bett verbringen. Dementsprechend neigt sich aber auch die Sonne bereits eine Stunde vor gewohnter Zeit dem Horizont entgegen. Wie oft das Hin und Her mit dem halbjährlichen Wechsel noch stattfinden soll, bleibt abzuwarten - die EU diskutiert darüber nämlich schon länger.

Neuer Pflege-TÜV startet: Heime sollen neu geprüft werden

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen ab kommendem Jahr aussagekräftige Informationen über die Qualität der 13.000 Heime erhalten. Das soll bei der Auswahl einer Einrichtung helfen. Am 1. Oktober startete die Sammlung entsprechender Daten für eine neue Qualitätsprüfung, wie der Spitzenverband der gesetzliche Krankenkassen in Berlin mitteilte. Nach jahrelanger Kritik wird der alte Pflege-TÜV schrittweise abgelöst. Bisher erhielten die Heime vielfachfach Bestnoten, die kaum aussagekräftig waren.

Die Heime selbst sollen nun Daten liefern zu zehn Themen - etwa wie gut sie die Mobilität der Bewohner erhalten, wie selbstständig diese noch Körperpflege und anderes machen können oder wie oft Druckgeschwüre entstehen. Dies soll bei jedem Bewohner jedes halbe Jahr gemessen und an eine Datenstelle gemeldet werden. Alle 14 Monate sollen zudem Prüfer der gesetzlichen und privaten Krankenkassen die Qualität der einzelnen Heime zu 24 Aspekten prüfen und dabei auch die Stimmigkeit der gesammelten Daten bewerten.

Die Ergebnisse sollen wie bisher im Internet veröffentlicht werden. Jeweils zu den einzelnen Bewertungspunkten soll damit gezeigt werden, wo ein Heim Qualitätsdefizite hat beziehungsweise wo es im Vergleich zum Durchschnitt liegt. Bis Ende 2020 sollen alle Heime nach dem neuen Verfahren geprüft sein.

Neue Serien bei Netflix, Amazon und Co.

Ein neuer Monat bringt auch neuen Stoff für Serienjunkies. Ob die neuste Staffel von „Riverdale“ bei Netflix, „Goliath“ bei Amazon Prime Video oder „The Walking Dead“ bei Sky - ein paar graue Herbsttage sollten unsere Serien-Highlights überbrücken können.

(mit Material von dpa)
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